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Nachrichten Schwäbisch Gmünd

Gmünder Weststadt: Bürger äußern Bedenken gegen Fehrle-​Bebauung

Foto: hs

Die Gmünder Weststadt hat seit der Nachkriegszeit schon etliche städtebauliche Veränderungen und Vergrößerungen erfahren. Jetzt stehen erneut drei große Wohnungsbauvorhaben an. Nicht grundsätzlich gegen das Projekt, sondern gegen die Massivität und Verdichtung auf dem Fehrle-​Areal richten sich derzeit viele Bürgerproteste. Das Thema wird am Mittwoch erneut im Gemeinderat beraten.

Dienstag, 08. Dezember 2020
Heino Schütte
1 Minute 42 Sekunden Lesedauer

Auf dem Areal der früheren Gärtnerei Fehrle ist eine Wohnanlage mit 164 Wohneinheiten geplant, überwiegend in mehrgeschossigen Gebäuden. Damit entsteht ein neues Quartier für rund 350 Menschen. An der Eutighofer Straße entstehen zwei weitere Wohnanlagen. Es gibt Befürchtungen, dass die Infrastruktur der Weststadt diesem Wachstum nicht Schritt halten könnte. Gegen die Fehrle-​Bebauung ist im Rathaus eine Flut von Bedenken eingegangen. Kritisiert wird besonders die Verdichtung und die Massivität bei den geplanten Baumaßnahmen.
Dazu ausführlicher Bericht am Dienstag in der Rems-​Zeitung
und hier auch ein Kommentar von RZ-​Redakteur Heino Schütte:

Verdichtung
Eine solche Vorlage für den Entwurfsbeschluss eines neuen Bebauungsplans hat es schon lange nicht mehr gegeben: Gut 500 Seiten umfasst das Werk für „Wohnen in den Fehrle-​Gärten“. Mein Respekt gegenüber den ehrenamtlich tätigen Stadträtinnen und Stadträten, die sich bis zur Vorberatung am morgigen Mittwoch und zur Beschlussfassung in der nächsten Woche sorgsam einlesen müssen, ist gewachsen! Es ist gut, dass diese Papierflut zwischenzeitlich digital greifbar sind. Ansonsten würde der Ausdruck des Entwurfsbeschlusses eine handelsübliche Packung Druckpapier für sich ganz alleine verschlingen.
Beeindruckend ist jedoch neben der Vielzahl von Behörden-​Formalien die Flut von Anregungen, Bedenken und Einsprüchen aus der Bürgerschaft. Und es handelt sich nicht nur um direkt angrenzende Nachbarn, denen angesichts der Pläne und Modelle mit einer engen und hohen Neubebauung himmelangst wird. Bürger auch aus anderen Teilen der Weststadt haben sich zu Wort gemeldet. Menge und Inhalt ihrer Kritik werden es den gewählten Bürgervertretern sehr schwer machen. Die Stimmung der Kritiker richtet sich nicht gegen neue Nachbarn. Auch nicht gegen die wünschenswerte Nachnutzung des brachliegenden Areals. Es die vielmehr die Wucht einer ganzen Serie von großen Bauprojekten, die das Erscheinungsbild der Weststadt derzeit verändert. Und es ist auch Gefühl, dass auswärtige Investoren möglichst schnell und möglichst viel Wohnungen übereinander bauen und auf einen derzeit lukrativen Markt werfen wollen. Denn es ist ja legitim, dass sie am Ende damit auch Geld verdienen wollen. Diese „Verdichtung“ kommt im aktuellen Zeitgeist der Kommunalpolitik auch gut an.
Die Zeiten werden sich aber auch wieder ändern. Es sind durchaus attraktive Wohnanlagen in toller Lage. Nicht gut wäre es jedoch, wenn zugunsten der Wohnqualität für Ne
ubürger die Lebensqualität der Altbürger dauerhaft eingeschränkt wäre.

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