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Thomas Schreckenberger tritt mit „Hirn für alle“ in der Silberwarenfabrik Heubach auf

Foto: jb

Hirn für alle war am Samstagabend ausverkauft. Das stellte Thomas Schreckenberger gleich zu Beginn schmunzelnd fest, als er in der Silberwarenfabrik Heubach auf die Bühne trat.

Montag, 17. Februar 2020
Eva-Marie Mihai
1 Minute 17 Sekunden Lesedauer

Der Kabarettabend mit Schreckenbergers aktuellem Programm – eben namens „Hirn für alle“ – gehörte in die Kabarettreihe der Gmünder vhs, ganz passend zur Programmankündigung „ein Abend für jeden, der gern selber denkt oder es einfach mal wieder ausprobieren möchte.“, oder „Achtung: Dieses Programm kann Spuren von Wissen enthalten!“

Denn wenn Schreckenberger auf Pointenjagd geht, dann bedient er sich aktueller Themen und hält Politik und Gesellschaft so gekonnt den Spiegel vor, dass man wirklich meinen könnte, Hirn für alle sei ausverkauft. Und selbst wenn noch ein Rest übrig ist – wird es auch benutzt? Der Magen würde zumindest knurren, wenn er leer ist, so Schreckenberger. Ohne viel einführenden Worte zu machen nahm der Kabarettist das Publikum, natürlich mit der ein oder anderen spitzen Bemerkung zur vorherrschenden Altersstruktur, gleich bei der Hand und führte es durch das Kuriositätenkabinett des Zeitgeschehens. Gerade die Politiker boten für ihn eine wahre Spielwiese: Trump, der „twitternde Schnitzkürbis“, AKK, das klänge wie eine „Mischung aus Schnellfeuergewehr und Krankenkasse“ und bei Friedrich Merz, der seine Stirn in Falten legt und die Augen zusammenkneift, dürfe man „Kurzsichtigkeit nicht mit Weitsicht verwechseln“.

Schreckenberger spielt mit der Sprache und dem Medium Witz rundum raffiniert und versteht es darüber hinaus, sein Publikum zum Lachen zu bringen, ohne manche Sätze zu Ende führen zu müssen.
Eine wahre Fundgrube sind für ihn die aktuellen Themen: Warum schaffe es Deutschland nicht, ein Tempolimit auf Autobahnen einzuführen, beim Internet funktioniere es doch auch? Und was passiert mit der forschenden Nachbarin, die Monate hinterm Vorhang zugebracht hat, um das herauszufinden, was wir mit wenigen Klicks auf den sozialen Netzwerken preisgeben?

Womit Schreckenberger sein Publikum zum Nachdenken und Lachen gebracht hat, lesen Sie am 18. Februar in der Rems-​Zeitung.

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