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Coronavirus: Gmünder Oberbürgermeister ruft zu Besonnenheit auf

Auch hier vor dem Gmünder Bürgerbüro wurde ein Desinfektionsspender aufgestellt. Foto: nb

Die Anzahl der Coronavirusinfektionen steigt. Und seit die erste Infektion in Göppingen bestätigt wurde, sind auch im Altkreis Gmünd viele Menschen besorgt. Die Stadtverwaltung nimmt die Sorgen ernst und hat sich mit einem Schreiben an die Eltern der Gmünder Kindertageseinrichtungen und Schulen gewandt. Nach Einschätzung der Gesundheitsbehörden bestehe derzeit kein Anlass, den Kita– und Schulbetrieb einzuschränken. Oberbürgermeister Richard Arnold hat im Rahmen eines Pressegesprächs am Freitag zu Besonnenheit aufgerufen. Die Stadt sieht sich — für den Fall der Fälle — gut vorbereitet.

Freitag, 28. Februar 2020
Nicole Beuther
1 Minute 53 Sekunden Lesedauer

„Die Menschen machen sich Sorgen, aber noch besser ist, dass man Vorsorge trifft“, so OB Arnold. Überall dort, wo es bei der Stadtverwaltung Publikumsverkehr gibt, wurden Desinfektionsspender aufgestellt. Mit einem Schreiben hat sich Oberbürgermeister Richard Arnold auch an seine Mitarbeiter gewandt. Auch hier geht der OB auf die Sorgen ein, rät dazu, die bereits versandten Tipps und Hilfestellungen zu Hygiene im Alltag zu befolgen, sagt gleichzeitig aber auch: „Bei allem Augenmerk und verantwortlichem Umgang mit dem Thema sollte dafür gesorgt werden, dass niemand in Panik und Angst verfällt.“ Derzeit sei nicht vorgesehen, in Gmünd und Umgebung Veranstaltungen abzusagen oder den Betrieb von Einrichtungen einzuschränken.

Die RZ berichtet in der Samstagsausgabe ausführlich über das Pressegespräch. Bürger werden gebeten, sich im Falle eines Krankheitsverdachts zunächst telefonisch an folgende Stellen zu wenden: Zuständiger Hausarzt; Geschäftsbereich Gesundheit, Landratsamt Ostalbkreis: 0 73 61/​5 0319 00; Stauferklinikum Gmünd: 0 71 71/​7 010; Ostalb-​Klinikum Aalen: 0 73 61/​550.

Hier der aktuelle Kommentar von RZ-​Redakteurin Nicole Beuther:
Ruhe bewahren
„Die Stadtspitze Gmünds strahlt aus, was in der jetzigen Situation das wichtigste ist: Ruhe. Dass das nicht jedem gelingt, zeigen beginnende „Hamsterkäufe“ auch in der Region. Dort, wo gewöhnlich Mehl, Reis und andere lang haltbare Lebensmittel in den Regalen stehen, klafft nun in einigen Supermärkten eine große Lücke. Die Mitarbeiter kommen kaum mehr hinterher, die Regale zu füllen.
Dass sich bei einigen Bürgern Panik breitmacht angesichts des Coronavirus zeigt nicht nur das veränderte Kaufverhalten. Auch das Telefon des Schulamts stand in den vergangenen Tagen nicht still. Eltern haben angekündigt, ihre Kinder vorerst nicht zur Schule zu schicken – ungeachtet dessen, dass es in der Region noch keinen einzigen Verdachtsfall gab und auch ungeachtet dessen, dass von einem schweren Verlauf der Infektion bislang nur ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen betroffen sind.
Ruhe bewahren und die zur Grippezeit üblichen Hygienregeln zu beachten ist allemal hilfreicher, als in Panik zu verfallen und Hamsterkäufe zu starten.
Etwas Positives hat die Situation: Vielleicht fangen nun endlich mal alle Menschen an, Dinge zu beachten, die generell und gerade zur Grippezeit üblich sein sollten: Nach dem Niesen Hände waschen, das Taschentuch sofort im Müll entsorgen und in die Armbeuge husten gehört dazu. Das wäre schon ein kleiner Anfang – beim Kampf gegen die Grippe und andere ansteckende Krankheiten.“

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