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Sieben aktuelle Corona-​Erkrankungen im Ostalbkreis

Foto (Päd. Hochschule Gmünd): edk

Am Mittwochnachmittag (11. März 2020) haben sich die Oberbürgermeister, Bürgermeisterinnen und Bürgermeister auf Einladung von Landrat Klaus Pavel im Landratsamt in Aalen getroffen. Gemeinsam mit den Mitgliedern des Führungskreises Corona informierte Pavel über den aktuellen Sachstand. So gebe es laut Mitteilung des Landesgesundheitsamts seit dem frühen Nachmittag des Tages insgesamt sieben Personen im Ostalbkreis, die positiv auf das Coronavirus getestet worden seien.

Mittwoch, 11. März 2020
Heinz Strohmaier
1 Minute 22 Sekunden Lesedauer

Prof. Dr. Ulrich Solzbach, Vorstandsvorsitzender der Kliniken Ostalb, informierte über den bisherigen Verlauf der Corona-​Epidemie, ausgehend von den Anfängen in China über die aktuellen Entwicklungen in Italien bis zum Stand in Deutschland und im Ostalbkreis. Solzbach zeigte sich — wie im Übrigen auch andere führende Virologen in Deutschland — davon überzeugt, dass langfristig rund 70 Prozent der Weltbevölkerung mit dem Coronavirus konfrontiert würden. Die allermeisten Menschen hätten vermutlich nur leichte Symptome. Ziel müsse es in jedem Fall sein, die Verbreitung des Virus zu verlangsamen, damit Patienten mit schwereren Verläufen adäquate medizinische Versorgung erhalten könnten. Es sei grundsätzlich anzuraten, enge persönliche Kontakte in den nächsten Wochen auf ein Minimum zu reduzieren, um die Infektionskurve abzuflachen.
Der Landrat verwies in diesem Zusammenhang auf Erlasse aus dem baden-​württembergischen Kultusministerium und aus dem Wissenschaftsministerium, die für Schulen, Kindergärten und Hochschulen eindeutige Hinweise geben. So haben inzwischen die Hochschulen des Landes den Beginn des Sommersemesters auf 20. April hinausgeschoben. Auch Baden-​Württemberg wird — so eine Mitteilung aus dem Sozialministerium — in einer Verordnung regeln, dass Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmenden abzusagen sind. Die letztliche Entscheidung für Veranstaltungen unter 1.000 Personen liege nach wie vor beim Veranstalter selbst. Zudem könnten Kommunen als Ortspolizeibehörde Veranstaltungen auch mittels Anordnung untersagen.

Aktualisierung (Stand 11. März, 20 Uhr): Oberbürgermeister Richard Arnold gab in der Gemeinderatssitzung bekannt, dass acht städtische Mitarbeiter wegen Corona vorsorglich vom Dienst freigestellt sind. Außerdem appellierte Arnold an alle, sich an der Eindämmung der Virus-​Erkrankung zu beteiligen und zum Beispiel bei Reisen sehr genau zu prüfen, ob dies sinnvoll ist. Auch kleinere Veranstaltungen sollten wenn möglich abgesagt werden, so der OB.

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#gemeinsam #bleibtdaheim
Corona-Hilfsangebote zwischen Wald und Alb.

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