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Museum bietet einen virtuellen Rundgang online an — auf Instagram

Foto: mia

Baden-​Württemberg hat die Schließung aller öffentlichen Gebäude beantragt. Auch das Museum im Prediger ist seither geschlossen. Gerade noch rechtzeitig – vor gut einer Woche, ist der Auftritt auf Instagram online gegangen.

Donnerstag, 19. März 2020
Eva-Marie Mihai
1 Minute 16 Sekunden Lesedauer

Eigentlich hat der Instagram-​Auftritt des Museums im Prediger keine Verbindung zu Corona. Museumsleiter Dr. Max Tillmann hatte den virtuellen Gang durch das Museum schon länger angepeilt. Nun passt er aber doch ganz gut.
Vor acht Tagen ist der Instagram-​Account online geschalten worden. 13 Beiträge sind auf dem Profil zu sehen und mehrere zeitlich begrenzte Storys sind seither online gegangen. Das jüngste Beispiel zeigt einen Mitarbeiter von Friedel-​Beschriftungen, der eine Wandbeschriftung anbringt. „Would you call this age a good one for unicorns?“ von Peter S. Beagle, The last unicorn, 1968, steht in weißen Lettern auf der dunklen Wand. „Wir sind aktuell noch mit dem Aufbau der Unicorn-​Ausstellung beschäftigt“, erzählt Tillmann.

Auf der Social-​Media-​Plattform werden Inhalte gezeigt, die die Museumsarbeit betreffen. „Die Ausstellungen sind sehr vielfältig, wir überlegen Neuerkenntnisse zu Exponaten zu posten.“ Die ganze Unicorn-​Ausstellung soll aber nicht gezeigt werden. „Da wird die ganze Spannung genommen.“ Das Museum wolle Interesse wecken informieren, aber nicht alles zeigen.

Gut bei den Usern angekommen sei auch eine Story zu einer kostbaren Leihgabe aus der Sammlung Würth. Ein Gemälde von Max Ernst, einem berühmten Vertreter des Surrealismus, wurde fotografisch bei seiner Ankunft im Museum begleitet. „Das Bild kam mit einer Klimakiste. Ein Restaurator war da, das Gemälde wurde protokolliert.“ Es gehe bei den Storys um Museumsarbeit, die praktisch an dem Objekt gezeigt wird.

Für den Instagram-​Account wurde ein Storyboard entwickelt. Eine neue freie Mitarbeiterin, PH-​Studentin im sechsten Semester, 22 Jahre und „digital native“ arbeitet an dem Online-​Auftritt mit. „Sie kennt alle Möglichkeiten und ist sehr kommunikationsfreudig“, sagt Tillmann.

Welchen Erfolg das Konzept hat, lesen Sie am 20. März in der Rems– Zeitung.

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