Erika-​Künzel-​Stiftung will im Prediger ihrer Namens– und Geldgeberin gedenken

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Vor gut zehn Jahren hat die Musikschule geerbt, und das nicht zu knapp. Mehr als vier Millionen Euro hatte Erika Künzel der Einrichtung hinterlassen. Diese Tat soll bei einer Feier am Freitag im Prediger in den Fokus gerückt werden.

Veröffentlicht am Montag, 02. März 2020
von Eva-Marie Mihai
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Eine Frau hinterlässt ihr Vermögen einer Musikschule. Das kommt nicht alle Tage vor. „An diesen Moment erinnere ich mich noch gut“, erzählt Musikschulleiter Friedemann Gramm. Er habe damals ganz weiche Knie bekommen, als der Erste Bürgermeister Dr. Joachim Bläse die Summe genannt hatte, die seine Musikschule geerbt hatte: Mehr als vier Millionen Euro waren es, die Erika Künzel hinterlassen hatte.
Es wurde beschlossen, das Geld in eine Stiftung zu investieren, die im Februar 2010 gegründet wurde. Zwar habe man damals nicht geahnt, dass sich die Zinsen auf nur etwa zwei Prozent belaufen würden, sagt Bläse. Aber immerhin rund 60 000 Euro stehen der Musikschule jährlich zur Verfügung.
Zum zehnjährigen Bestehen der Stiftung wolle man der Frau und der Tat gedenken, sagt Bläse.
Die Erika-​Künzel-​Stiftung hat die Aufgabe, die musikalische Bildung durch die Musikschule zu fördern, berichtet Gramm. Es gebe drei Schwerpunkte. Die frühe musikalische Förderung, die Förderung der Gmünder Kinder– und Jugendchöre und die Begabtenförderung. Hinter ersterem steht die „Musikwerkstatt“, die den Grundschulen zugute kommt. Dabei sollen Kinder mit Musik in Berührung kommen, die noch keine Gelegenheit dazu hatten. Chormitglieder werden durch das Erika-​Künzel-​Diplom gefördert und der dritte Bereich ist das Erika Künzel Stipendium. Damit sollen Schüler gefördert werden, die sich durch Preise bei „Jugend-​musiziert“ qualifiziert haben und die ein Musikstudium ins Auge fassen.

Lesen Sie die ganze Geschichte am 3. März in der Rems-​Zeitung.