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Einzelhandel gestoppt — Zusammenhalt gewachsen

Foto: Wahl

Stephan Wahl kennt dieses Gefühl, wenn er nach Feierabend, meist als Letzter, die Türen seines Modehauses Dieterich zuschließt. An diesem Dienstag aber ist es anders gewesen, denn er hat in diesem Moment gewusst: jetzt bleibt der Laden mindestens bis zum 19. April geschlossen, so hat es das Land beschlossen.

Freitag, 20. März 2020
Timo Lämmerhirt
1 Minute 18 Sekunden Lesedauer

Der Herrenausstatter in der Vorderen Schmiedgasse gehört fast schon zum Stadtbild, die Geschichte reicht weit zurück. Und auch Geschäftsführer Stephan Wahl ist vor allem in dem Eck, gegenüber der Kreissparkasse, bekannt wie ein bunter Hund. Seit 1998 bereits ist Wahl schon im Modehaus beschäftigt, seit über zehn Jahren hat er die Geschäfte von Vater Hermann übernommen. Beide Eltern sind bis heute noch täglich im Geschäft und unterstützen, wo sie können. Dazu gehört es bei Dieterich auch zum guten Ton, dass man auf die altbekannten Gesichter trifft – ein Familienunternehmen mit reichlich Stammkundschaft. Das alles ist vorerst vorbei. Die Eltern sind schon seit Wochen, seit dem das Coronovirus endgültig die Gesellschaft erreicht hat, nicht mehr auf der Verkaufsfläche gewesen. „Wir haben die Vernunft walten lassen, das war ein logischer Schluss, speziell bei uns im Kundenverkehr“, sagt Stephan Wahl.
Selbst Wahl, den stets eine gewisse Fröhlichkeit umgibt, die ihm innezuwohnen scheint, ist kaum mehr zum Lachen zumute. Neuerdings beschäftigt er sich nicht mit der neuesten Herrenmode, mit neuen Schnitten oder Mustern, neuerdings ist der Steuerberater sein engster Vertrauter. „Mit ihm muss ich natürlich jetzt alles klären. Wir haben Kurzarbeit beantragt, wie viele derzeit. Er muss mir einfach bei all den bürokratischen Dingen unter die Arme greifen, damit auch alles seine Richtigkeit hat“, berichtet Wahl. Vier Angestellte hat er, darunter einen Azubi, die Eltern nicht mitgezählt. „Es ist schon noch Glück im Unglück, dass wir nicht so viele Mitarbeiter sind, dadurch ist das alles noch ein wenig zu händeln. Schön ist es dennoch nicht“, sagt der Geschäftsführer.

Den ausführlichen Bericht lesen Sie in der Samstagsausgabe der Rems-​Zeitung.

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