Das bedeutet die Corona-​Krise für einen Konzertpianist: Michael Nuber berichtet

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Kleinunternehmer und freischaffende Künstler bekommen die Corona-​Krise als erste zu spüren. Dem Gmünder Konzertpianist Michael Nuber geht ein Drittel seines Jahresgehalts flöten. Wie er damit umgeht.

Veröffentlicht am Sonntag, 22. März 2020
von Eva-Marie Mihai
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Michael Nuber lebt von seiner Klaviermusik. Entweder gibt er Konzerte oder Unterricht. Beides geht vorerst nicht mehr. „Aktuell geht’s mir gut“, erzählt Nuber. Allerdings kann er nicht unterrichten, die Musikschulen sind geschlossen, Konzerte werden abgesagt. Ausgefallen seien für ihn jetzt große Konzertauftritte wie in der Abo-​Reihe des Forum Schönblick, Schwäbisch Hall, Oberlausitz aber auch Konzerte in kleineren Sälen und Hauskonzerte.
Das gehe alles bis Ende April flöten. In den Monaten März und April habe er viele gute große Auftritte geplant. „Die hätten mein Leben dieses Jahr zu einem Drittel finanziert.“ Dabei habe er auch schon viel Arbeit in Üben und Netzwerkarbeit investiert. „Nachholen ist schwierig, die meisten Veranstalter haben ihren Terminkalender auf die nächsten drei Jahre belegt.“ Die Konzerte waren geübt, organisiert, Daten und Programme überlegt. „Das Geld fällt weg.“ Umso mehr sei er angewiesen darauf, dass Sponsoren oder Privatleute ihm etwas schenken.

Warum es doch auch ein Gutes hat und warum Menschen gerade jetzt Musik hören sollten, lesen Sie am 23. März in der Rems-​Zeitung.