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Coronavirus: Vereine solidarisieren sich mit den älteren Mitbürgern

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So verheerend die Auswirkungen der Corona-​Krise sind, Begriffe wie Solidarität gewinnen in den vergangenen Wochen immer mehr an Gewicht. Solidarisch zeigen sich derzeit auch viele Vereine, unter anderem auf der Ostalb – und zwar mit ihren älteren Mitmenschen. So bieten der TSV Großdeinbach, der TSV Waldhausen oder auch der SV Frickenhofen, um nur auf drei Beispiele näher einzugehen, in der trainings– und spielfreien Zeit ihre Dienste an, für diejenigen Erledigungen zu machen, für die dies aktuell nicht möglich ist. Ob Einkaufen oder der Gang zur Apotheke, die Fußballer wollen mit anpacken.

Dienstag, 24. März 2020
Timo Lämmerhirt
1 Minute 32 Sekunden Lesedauer

„Ich habe mit meiner Frau auf der Couch gelegen und wir haben uns im Internet umgeschaut. Da sind wir schnell auf Hilfsdienste anderer Vereine aufmerksam geworden, auch Vereine, die wir kennen. Das hat mich motiviert und mir war schnell klar, dass wir auch tätig werden müssen“, sagt Patrick Wahl, Trainer des Fußball-​Bezirksligisten TSV Großdeinbach. Wahl habe daraufhin im Vereinschat herumgefragt, ob sich der TSV ebenfalls im Dorf engagieren wolle. „Da waren innerhalb von wenigen Minuten über zehn Spieler, die sofort zustimmten, fast schon begeistert waren“, sagt Wahl.
In Großdeinbach leben sie sehr ausgeprägt das Wir-​Gefühl. Die beiden Aktiven-​Mannschaften gelten grundsätzlich als ein Team mit über 40 Spielern, Wahl möchte das so. Jeder ist hier wichtig. Deswegen macht er sich auch keine Gedanken darüber, dass die zuerst auf Facebook verbreitete Aktion nicht auch bei den älteren Großdeinbachern ankommen wird. „Mund-​zu-​Mund-​Propaganda funktioniert bei uns schon ziemlich gut, das werden alle mitbekommen.“
Doch auch er ist auf Nummer sicher gegangen, hat noch mit TSV-​Vereinslegende Fritz Wahl, weder verwandt noch verschwägert mit Patrick, telefoniert. „Ich habe ihm gesagt, dass er seine Kumpels in seinem Alter anrufen, denen von der Aktion erzählen soll“, berichtet Patrick Wahl. Fritz Wahl ist mittlerweile Platzwart beim TSV, geht auf die 80 zu und hat in Großdeinbach nahezu jedes Amt mindestens einmal bekleidet, vom Vorstandsvorsitzenden bis hin zum A-​Jugendtrainer. Vor drei Jahren haben ihm die aktiven Kicker eine sechs Meter lange Bande mit der Aufschrift „Fritz-​Wahl-​Stadion“ geschenkt. Er ist die gute Seele im Verein – eine lebende Legende eben. In Großdeinbach schätzt man sich wert, in Großdeinbach hält man zusammen – nicht erst seit Corona.

Den ausführlichen Bericht lesen Sie in der Rems-​Zeitung am Mittwoch.

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