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Wird das Gästezentrum Schönblick zum Notkrankenhaus?

Foto: hs

Ob im christlichen Gäste– , Kultur– und Kongresszentrum Schönblick im Stadtteil Rehnenhof-​Wetzgau ein Notkrankenhaus für Corona-​Infizierte eingerichtet wird, steht jetzt auf der Warte– und Prüfliste des Ostalbkreises und der Landesregierung. Die Idee von Schönblick-​Chef Martin Scheuermann hat eine unglaublich große und positive Resonanz gefunden.

Dienstag, 24. März 2020
Eva-Marie Mihai
1 Minute 17 Sekunden Lesedauer

Wie in unserer Samstagsausgabe bereits ausführlich berichtet, hat die Schönblick gGmbH vor dem Hintergrund der Coronakrise ihr derzeit nahezu verwaistes Gäste– und Ferienzentrum den zuständigen Behörden und Ministerien als Notkrankenhaus angeboten. Schönblick-​Chef Martin Scheuermann betrachtet seinen Vorstoß als eine selbstverständliche, christliche Verpflichtung der praktischen Nächstenliebe.
Die Landesregierung hatte zuvor zu solidarischem Handeln und Bereitstellung von zusätzlichen Betten– und Krankenhauskapazitäten auch in Hallen und anderen geeigneten Gebäuden aufgerufen. Bei dieser Suche nach Zusatz– und Ausweichquartieren handelt es sich bislang um eine frühzeitige Vorsorgemaßnahme, sollte die Zahl der Infizierten und vor allem auch der Intensivpatienten dramatisch ansteigen. Die Behörden wollen gewappnet sein und sich nicht, wie dies in Italien so furchtbar passiert ist, von denkbaren Entwicklungen überrollen lassen.
Martin Scheuermann, der nicht nur Geschäftsführer, sondern auch seelsorgerischer Leiter des Gästezentrum Schönblick ist, nennt es menschenunwürdig, wie da nun beispielsweise in Berlin riesige Messehallen eilends mit Stellwänden in Massenbehandlungszentren verwandelt werden. Der Schönblick könnte dagegen ohne große Umbaumaßnahmen bis zu 400 Gästebetten anbieten.
Zunächst habe man das Seminarhaus an der Franz-​Konrad-​Straße im Blick, wo in modernen Gästezimmern mit eigenen Nasszellen bis zu 100 Kranke Platz finden könnten. Dazu gibt es dort Seminarsäle, Besprechungszimmer und andere Nebenräume, die sich ideal für einen Notklinikbetrieb anbieten würden. Positiv ist auch die Nähe zum Stauferklinikum.
Der Schönblick hatte das Angebot an die Landesregierung am Freitag unterbreitet und auch öffentlich gemacht. Martin Scheuermann: „Wir sind überwältigt von der positiven Resonanz, nicht nur von der offiziellen, sondern auch von der aus der Bevölkerung.“ Alle würden die Idee gut finden, es gebe keinerlei negative Äußerungen.

Den ganzen Artikel gibt es am 25. März in der RZ.

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Corona-Hilfsangebote zwischen Wald und Alb.

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