„Stiftung Literaturforschung in Ostwürttemberg“ blickt auf 20 Jahre Arbeit zurück

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Als Rainer Wieland vor 20 Jahren mit 62 000 Mark nach Stuttgart gefahren ist, schaute ihn der Mitarbeiter des Regierungspräsidiums verwundert an. Ob er tatsächlich mit dem Geld eine Stiftung gründen wolle? Er wisse, dass er nur die Zinsen davon bekäme? „Da bin ich ganz klein geworden“, erzählt der 80-​jährige Wieland heute. Er hatte das Geld von Autoren aus dem Ostalbkreis, Heidenheim und Göppingen zusammen gesammelt. „Aber er die Stiftung bewilligt.“ Mittlerweile hat die Stiftung eine Million Euro gesammelt und in die regionale Literatur investiert.

Veröffentlicht am Donnerstag, 05. März 2020
von Eva-Marie Mihai
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Die Stiftung veröffentlich Bücher im Taschenbuchformat, macht Ausstellungen und organisiert Gedenktafeln. Eine davon ist Franz Theodor Wolf gewidmet, einem Wissenschaftler, der in Bartholomä geboren ist. „Den hätte sonst niemand niemand ausgegraben“, sagt Deininger.
Spannend sei auch die Geschichte über Yvonne Pagniez, eine französische Schriftstellerin gewesen. Sie habe im Krieg geholfen, abgeschossene Flieger zu verschieben. Dabei wurde sie erwischt und in ein deutsches KZ gebracht. 1944 brach sie aus und floh in die Schweiz, bei der Überfahrt über den Bodensee wurde sie festgenommen. Ein Gericht verurteilte sie zu einer langen Strafe – die sie in Gotteszell absaß. Als er den Gmünder OB Richard Arnold auf die Geschichte aufmerksam gemacht habe, wurde der Sohn der Autorin nach Gmünd eingeladen. Sie ist eine von 6500 Namen, die Wieland auf seiner Liste stehen hat. „Das sind Leute aus der Region, oder solche, die in die Region kamen.“

Lesen Sie die ganze Geschichte am 6. März in der Rems-​Zeitung.