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Schulstart ab dem vierten Mai: Das sagen die Leiter der Gmünder Kultureinrichtungen dazu

Foto: gbr

Bis zum 19. April sollten die Schulen in Deutschland geschlossen bleiben. Das heißt aber nicht, dass sie am 20. April wieder eröffnen. Nun hat die Regierung erklärt: Ab dem vierten Mai sollen die Bildungseinrichtungen peu à peu ihren Betrieb wieder aufnehmen.

Mittwoch, 15. April 2020
Eva-Marie Mihai
1 Minute 33 Sekunden Lesedauer

Dass die Schulen am 20. April nicht sofort wieder ihren Betrieb aufnehmen können, hat sich seit geraumer Zeit abgezeichnet, sagt der Gmünder Geschäftsführende Schulleiter Klaus Dengler. Er hält die Regelung, den Schulstart bis zum 4. Mai hinaus zu schieben, für absolut angebracht. Es benötige eine Vorlaufzeit von einer Woche für eine Schule, die wieder eröffne. Man müsse die Schüler in Gruppen einteilen und Pläne erstellen, wann welche Gruppe kommen könne und die hygienischen Voraussetzungen klären. Die Lehrer, die zur Risikogruppe gehören, müssten anders eingesetzt werden, in seinen Schulen seien das etwa 20 Prozent des Lehrkörpers. Die Abschlussprüfungen seien von Ende April auf Ende Mai verlegt worden. „Dann hätten die Abschlussklassen noch etwa drei Wochen Präsenzunterricht.“
Rektor Johannes Josef Miller unterstreicht die Wichtigkeit der Vorsicht bei der Wiedereröffnung der Schulen. „Die Schulen sind ein Umschlagplatz für so etwas.“ Allerdings sei ihm als Schulleiter eines Gymnasiums auch daran gelegen, dass die Abschlussschüler wieder in die Klassen kommen könnten. „Die ganze Schule sofort wieder zu öffnen wäre desaströs.“ Und die Abschlussklassen seien vernünftiger im Umgang als die Fünftklässler, bei denen manchmal noch die „Post abgeht“. Er denke, dass man froh sein könne, wenn man Mitte Mai oder Anfang Juni wieder alle Schüler an der Schule habe. Er habe am Rosenstein-​Gymnasium glücklicherweise ein recht junges Team, daher treffe es geschätzt nur etwa 10 Prozent des Lehrkörpers, die der Risikogruppe angehören. Allerdings sei es gerade für die Oberstufe schwierig, Austauschlehrer zu bekommen. Allerdings müsse man dankbar sein, dass es in Deutschland alles recht geregelt ablaufe. Wenn er von Kollegen aus Italien oder seiner Tochter aus Spanien höre, wie die Situation dort sei, werde es einem ganz anders. „Man muss es in Relation sehen. Wir stellen uns dem jetzt und werden Lösungen finden. Dafür bin ich Schulleiter – um Lösungen zu finden.“ Schwierig sei eben, dass man digital noch nicht entsprechend vorbereitet gewesen sei.

Die Hochschulen starten schon ab dem 20. April. In welcher Form allerdings, lesen Sie am 16. März in der RZ.

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