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Nachrichten Schwäbisch Gmünd

Menschen mit Maske sind noch ein ungewohnter Anblick in Gmünd

Foto: mia

Seit Mittwoch gibt es neue Regeln von Bund und Ländern. Sie bringen auch Lockerungen mit sich, zum Beispiel beim Einkaufen. Eine Ansage bleibt allerdings weiterhin Gesetz: Abstand halten ist ein Muss, und Menschenansammlungen sind ein Nogo. Die neuen Regeln enthalten aber auch Empfehlungen. Zum Beispiel wird dringend empfohlen, in Bussen und Bahnen und beim Einkauf eine Maske zu tragen.

Donnerstag, 16. April 2020
Edda Eschelbach
1 Minute 37 Sekunden Lesedauer

Es ist noch unüblich in Schwäbisch Gmünd mit einer Maske über Nase und Mund durch die Stadt zu gehen. Die RZ hat getestet, wie zum Beispiel Passanten in Schwäbisch Gmünd auf eine Maskenträgerin reagieren, die ihnen auf dem Marktplatz entgegenkommt? Von verständnislosen Blicken bis zum süffisanten Grinsen ist alles dabei. Auch die nicht geäußerte Frage „Ist sie infiziert? Warum trägt sie sonst die Maske?“ ist dem einen oder der anderen anzusehen. Doch so mancher fragt auch, wo es die Masken gibt.

Respekt statt Pflicht: Ein Kommentar von Edda Eschelbach
Es gibt auf jeden Fall zu wenige davon – sowohl die medizinischen Atemschutzmasken (FFP3-​Masken) als auch die Alltagsmasken für die Bürgerinnen und Bürger, die die Träger nicht vor einer Ansteckung schützen – sind Mangelware. Zu lange wurde Corona nicht als Gefahr erkannt, zu lange war es das „chinesische Virus“, wie schon der US-​Präsident selbstherrlich oft genug betonte. Und zu lange wurden keine Maßnahmen ergriffen. Andere Länder waren da schneller. Haben mit massiven Maßnahmen reagiert, als hierzulande noch sanft gebeten wurde, doch auf Abstand zu anderen zu gehen. Als in anderen Ländern – vor allem in Asien – das Tragen der einfachen Masken längst Pflicht war, wurde hier noch um Toilettenpapier gekämpft. Die Masken wurden eher belächelt. Die Wende kommt nun mit den ersten Lockerungen: die Empfehlung doch die „Mund-​Nase-​Abdeckungen“ – bei der Bezeichnung Schutzmaske kommt die Abmahnung in Deutschland – in öffentlichen Verkehrsmitteln und Geschäften zu tragen. Eine Empfehlung, keine Anordnung. Das ginge ja auch gar nicht. Woher sollten denn die vielen Masken auch kommen, die dann nötig wären. Doch grade weil sie „nur“ die anderen schützen, machen sie nur dann einen Sinn, wenn alle eine tragen. Denn auf Corona getestet sind immer noch nur wenige. Deshalb Masken tragen – zum Schutz vor sich selbst und aus Respekt für die Mitmenschen.

Ob und wie die einfachen Gesichtsmasken — die nicht den medizinischen Schutzmasken entsprechen — doch einen gewissen Schutz bieten, erfahren Sie in der Rems-​Zeitung am 17. April.

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