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Brauereien und Wirte kämpfen ums Überleben

Foto: pr

Bier ist ein Getränk, das in Gemeinschaft und in Geselligkeit konsumiert wird. Das sagt Alexander Veit von der Ellwanger Rotochsenbrauerei. Ergo: „Durch die Kontaktbeschränkung konsumiert auch der normale Bürger zu Hause weniger Bier.“ Die Corona-​Krise trifft die Gastwirte besonders hart. „Das bedeutet, dass die Situation auch für Lieferanten – also die Brauereien oder Getränkehändler – schwierig ist.

Freitag, 17. April 2020
Rems-Zeitung, Redaktion
1 Minute 25 Sekunden Lesedauer

Bei der Brauerei Ladenburger in Neuler ist, wie es heißt, noch alles im grünen Bereich. Braumeister und Geschäftsführer Karl-​Friedrich Ladenburger sieht eher eine Gefahr, wenn die Festsaison einbrechen sollte. Mai, Juni und Juli sind für Bierbrauer „die wichtigsten Monate im Jahr“. Der März zählt nicht dazu. Und Fassbier wird keines ausgeschenkt, seit die Gaststätten geschlossen sind – aber auch kein Wasser, keine Säfte, keine Softgetränke. Die Neulermer Brauerei beliefert rund 100 Gastronomiebetriebe im Umkreis. Das macht Ladenburger zufolge 30 bis 40 Prozent des Umsatzes aus – und das fällt jetzt komplett weg. Hart trifft es die Untergröninger Lammbrauerei. Ihr Fassbieranteil ist mit gut 70 Prozent besonders hoch. Aber alle Feste und Feiern sind abgesagt. Das schmerzt. Vor allem, weil der Mai mit Himmelfahrt und Bierzelten immer der Hauptmonat war, wie Brauereichef Andreas Kunz sagt. Er schätzt, dass ihm 30 Großveranstaltungen wegbrechen.
Bei der Heubacher Brauerei (25 Mitarbeiter), die erst unlängst in eine neue Flaschenabfüllanlage investiert hat, setzt man im Vertrieb auf verschiedene Wege. Klar, dass auch hier der Fassbier-​Umsatz aus der Gastronomie und aus den Vereinsfesten weggebrochen ist. Aber man beliefert auch Getränke– sowie Lebensmittelhändler. Und das nicht nur mit Bier, sondern auch mit selbst produzierten alkoholfreien Getränken. Trotzdem ist auch hier ein guter Teil des Umsatzes weggebrochen (auch in der Gastronomie kommt Limonade oder Cola in Fässern zum Einsatz), so dass man im ganzen Unternehmen Kurzarbeit eingeführt hat. Wie es weitergehen wird, weiß auch Geschäftsführer Thomas Mayer nicht. Er geht davon aus, dass die Gastronomie unter bestimmten Auflagen irgendwann wieder öffnen kann. Vielleicht wird im Sommer auch das eine oder andere Fest wieder stattfinden können, wenngleich größere Veranstaltungen zum Teil jetzt schon abgesagt sind.

Mehr dazu in der Rems-​Zeitung am Freitag.

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