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Nachrichten Schwäbisch Gmünd

Gmünder Lungenarzt verhalten optimistisch

Dr. Erhard Bode beim Pressegespräch zur neuen Fieberambulanz. Foto: mia

Seit Montag ist das Fieberzentrum in Schwäbisch Gmünd an den Start gegangen, gleichzeitig wurden Lockerungen eingeführt, ab nächsten Montag gilt die Maskenpflicht. Wo steht der Ostalbkreis und die Stadt Schwäbisch Gmünd in der Krise? Redakteurin Eva-​Marie Mihai hat sich mit dem Lungenexperten Dr. Erhard Bode unterhalten.

Donnerstag, 23. April 2020
Eva-Marie Mihai
1 Minute 31 Sekunden Lesedauer

Ist mit den Lockerungen eine zweite Welle zu befürchten?
Das kann man jetzt noch nicht sagen. Wir müssten erst die Inkubationszeit abwarten, bis wir das abschätzen können. Aber ich beobachte, dass die Menschen vernünftig sind und die Regeln einhalten. Schwierig finde ich eher, wenn offizielle Stellen überreagieren und beispielsweise die Polizei eingreift, wenn jemand am Sonntagabend statt am Montagmorgen sein Geschäft eröffnet. Das entscheidende ist, dass alle Personen die bewährten Abstandsregeln zueinander einhalten.

Ist die Einführung einer Maskenpflicht sinnvoll?
Auf jeden Fall. Die Virus-​Last wird durch die Masken entscheidend reduziert. Damit verlaufen Ansteckungen wahrscheinlich schwächer. Durch eine hohe Virus-​Menge sind die Krankheitsverläufe schwerer. Diejenigen, die aus Ischgl kamen, sind dicht an dicht in Gondeln gestanden. Das führt zu schweren Krankheitsverläufen. Die Maskenpflicht führt dazu, dass die Virusmenge des einzelnen reduziert wird.

Masken reduzieren die Konzentration der Viren?
Wie die Krankheit eines Individuums verläuft, hängt von der Ansteckungsfähigkeit des Erregers und der Menge ab. Masern beispielsweise sind hochgradig ansteckend, ebenso Hepatitis B Viren. Da sind früher Zahnärzte krank geworden, weil sie die Viren über die Augen aufgenommen haben. Corona ist etwas weniger ansteckend als Masern oder Hepatitis B. Wer eine geringe Menge Viren abbekommt, hat wahrscheinlich einen leichteren Krankheitsverlauf, merkt eventuell gar nichts und ist danach trotzdem immunisiert. Eine erneute Erkrankung nach überstandener Infektion ist eher nicht wahrscheinlich.

Wie lange ist man immun, wenn man das Virus überstanden hat?
Sicher ist, dass wenn man die Krankheit überstanden hat, das Immunsystem den Erreger im Griff hat und wenn der Erreger seine Oberfläche nicht schnell ändert, bleibt man erst mal immun. Eine erneute Ansteckung mit dem gleichen Erreger wird eher nur einen leichten Verlauf hervorrufen.

Wie ist die Situation im Kreis?
Wir haben stabile Ziffern, die Belegungszahlen in den Krankenhäusern haben nur leicht zugenommen. Auch im Ostalbkreis waren die meisten zu beklagenden Todesfälle Menschen mit mehr oder weniger schweren Vorerkrankungen.

Das gesamte Interview lesen Sie am 23. April in der Rems-​Zeitung.

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