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Wenn Prostituierte aussteigen wollen: Solwodi betreut Austeigerinnenwohnung in Gmünd

Foto: Edda Eschelbach

Prostitution gibt es überall – die Ostalb ist keine Ausnahme. Was passiert mit den Frauen, die aussteigen wollen? Marietta Hageney von Solwodi betreut eine Wohnung in Schwäbisch Gmünd.

Freitag, 24. April 2020
Eva-Marie Mihai
1 Minute 1 Sekunden Lesedauer

Im Moment sind die Bordelle leer. Während der Coronakrise sind die Frauen in ihre Heimatländer gereist. Oder, wie Marietta Hageney von Solwodi Baden-​Württemberg es formuliert: „Sie wurden zurück gekarrt.“
Doch schon vor dem Ausbruch der Krise hat Solwodi sich um die Frauen gekümmert, die aussteigen wollten. Und zu diesem Zweck seit Anfang Februar eine Aussteigerinnenwohnung in Schwäbisch Gmünd gemietet.

„Die Frauen sind gerade dabei, Fuß zu fassen“, berichtet Hageney, die die Gmünderinnen und deren Kinder betreut. Dabei sei das keine Schutzwohnung, betont sie. Der Unterschied zwischen beiden Konzepten ist, dass die Frauen so weit sein sollten, sich selber zu versorgen. Arbeiten, Essen kaufen, Miete zahlen – letzteres zunächst mit Unterstützung durch Spenden von Solwodi. „Das ist schon der nächste Schritt“, sagt Hageney. Diese Frauen haben schon entschieden, dass sie raus wollen, waren in einer Schutzwohnung und haben es geschafft, sich von ihrem Zuhälter zu trennen. Dabei ist das gar nicht so einfach. Denn die Zuhälter haben in vielen Fällen die Oberhand über die Finanzen der Frauen. „Eine Prostituierte zahlt 25 Euro Steuern täglich, außerdem 160 Euro pro Zimmer am Tag.“
Sie seien in keinem Hilfesystem, haben kein Anrecht auf Sozialleistungen. Denn dafür müsse eine Arbeitsstelle von mindestens sechs Monaten in Deutschland nachgewiesen werden.

Den ganzen Text lesen Sie am 25. April in der Rems-​Zeitung.

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