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Bosch wird Thema auf Bundesebene

Foto: pr

Justizstaatssekretär und Gmünder SPD-​Bundestagsabgeordneter Christian Lange vermittelte ein Gespräch zwischen Bundesarbeitsminister Hubertus Heil und dem Gmünder Betriebsratsvorsitzenden von Bosch, Alessandro Lieb, um sich über die aktuelle Lage auszutauschen.

Freitag, 03. April 2020
Nicole Beuther
1 Minute 48 Sekunden Lesedauer

Christian Lange erklärt: „Die Corona Krise trifft Bosch AS gleich doppelt hart. Daher setze ich mich dafür ein, dass alle in unserer Möglichkeit liegenden Soforthilfen auch verlässlich und schnell ankommen. Hier danke ich insbesondere Bundesarbeitsminister Heil für das geschnürte Sozialschutz-​Paket!“
Im Oktober 2019 hat der weltgrößte Zulieferer angekündigt, dass weitere 1000 Stellen der insgesamt 5000 Arbeitsplätze am Standort Schwäbisch Gmünd gestrichen werden sollen. Daraufhin begab sich die Arbeitnehmervertretung nach Aufforderung der Geschäftsleitung in Verhandlungen. Daraus resultierte ein Eckpunktepapier, das einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung darstellte. Umso größer war der Schock bei der Wiederaufnahme der Verhandlungen, über die Ankündigung eines weiteren Stellenabbaus derselben Größenordnung. Alessandro Lieb: „Es geht um den Erhalt des gesamten Standortes, sowie die nachhaltige Sicherung von Arbeitsplätzen in Schwäbisch Gmünd, weshalb wir ein industrielles Zukunftskonzept mit und für unsere Kolleginnen und Kollegen fordern.“ Um die negativen Folgen der Pandemie für unser Zusammenleben, auf die Arbeitsplätze und auf die Wirtschaft möglichst gering zu halten verabschiedete der Bundestag letzte Woche im Eilverfahren u.a. das Sozialschutz-​Paket. Damit hat Bundesarbeitsminister Hubertus Heil einen Schutzschirm für Beschäftigte auf den Weg gebracht.
Hierfür bedankt sich Alessandro Lieb ausdrücklich bei Hubertus Heil. Lieb: „Dies war eine sehr wichtige Entscheidung für die Sicherung von Arbeitsplätzen und somit für alle betroffenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.“
In der gestrigen Telefonschaltkonferenz zwischen dem Betriebsratsvorsitzenden Alessandro Lieb, dem Bundesminister für Arbeit und Soziales Hubertus Heil und dem Gmünder SPD-​Bundestagsabgeordneten und Justizstaatsekretär Lange bekräftigte der Minister, dass er die Sorgen der Beschäftigten gut nachvollziehen könne. Hubertus Heil: „Ich hoffe, dass es gelingt den Standort Schwäbisch Gmünd langfristig zu sichern. Ich setzte auf entsprechende Gespräche zwischen Geschäftsleitung und Betriebsrat. Gerade in diesen Zeiten gilt es neben den akuten Maßnahmen zur Beschäftigungssicherung auch langfristig die wirtschaftliche Substanz und die Arbeitsplätze zu erhalten.“ Bundesminister Heil, Betriebsratsvorsitzender Lieb und Staatsekretär Lange vereinbarten, in diesem Sinne, auf die Landesregierung und die Geschäftsleitung von Bosch zuzugehen.
Besonders das Instrument der erleichterten Beantragung von Kurzarbeit ermöglicht es Unternehmen mit ihren Beschäftigten durch die Corona-​Pandemie zu kommen. Arbeitsausfälle können ausgeglichen und Entlassungen vermieden werden, sodass die Beschäftigten direkt nach der Krise unmittelbar wieder durchstarten können. So können Arbeitsplätze gemeinsam mit den Beschäftigten gesichert werden.
Auch Familien, bei denen sich aktuell das Einkommen durch Kurzarbeit, Arbeitslosengeld oder geringere Einnahmen reduziert, erhalten Erleichterung beim Beantragen des Kinderzuschlags. Um die Familienkasse vor allem schnell zu entlasten wird bei der Beantragung zunächst einmal auf die Berücksichtigung des Vermögens verzichtet. Leistungen sind somit schneller und unbürokratischer für Familien zugänglich.

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Corona-Hilfsangebote zwischen Wald und Alb.

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