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Zahlreiche Personen in der LEA mit Corona infiziert

Foto: gbr

Die Befürchtungen des Ostalbkreis haben sich leider bewahrheitet: Trotz sofort eingeleiteter Schutzmaßnahmen nach Bekanntwerden der ersten Corona-​Infektion in der Landeserstaufnahmestelle (LEA) in Ellwangen tragen bereits zahlreiche Beschäftigte und Bewohner das Virus in sich.

Donnerstag, 09. April 2020
Gerold Bauer
1 Minute 16 Sekunden Lesedauer

Vor etwa einer Woche hatte das Regierungspräsidium Stuttgart in einer Pressemitteilung darüber informiert, dass ein 32-​jähriger Bewohner der Landeserstaufnahmestelle Ellwangen (LEA) positiv auf SARS-​Cov-​2 getestet und innerhalb der Erstaufnahmestelle in einem isolierten Quarantäne-​Bereich untergebracht wurde. Weitere sechs LEA-​Bewohner erkrankten an COVID-​19 und wurden isoliert. Auf Empfehlung des Landratsamts Ostalbkreis wurde am Sonntag eine Ausgangs– und Kontaktsperre für die Bewohnerinnen und Bewohner der LEA angeordnet. Die Einhaltung wird seitdem durch Einsatzkräfte der Polizei überwacht.
Seit Montag, 6. April, gab es auf Empfehlung des Gesundheitsamts des Ostalbkreises für sämtliche Beschäftigte in der LEA und alle Bewohnerinnen und Bewohner einen Corona-​Abstrich. „Leider haben sich heute unsere Befürchtungen bewahrheitet“, berichtet Landrat Klaus Pavel. „Inzwischen liegen uns die ersten Laborergebnisse vor. Von den insgesamt 204 Beschäftigten haben wir alle Abstrich-​Ergebnisse übermittelt bekommen — davon 19 positive.
Die 19 Beschäftigten müssen nun entsprechend der Allgemeinverfügung des Ostalbkreises bei sich zu Hause für 14 Tage in angeordnete häusliche Isolation. Von den 567 Bewohnerinnen und Bewohnern stehen noch rund 450 Testergebnisse aus. Laut ersten Test-​Rückläufen sind bereits 34 positiv. Damit sind Stand heute 41 Bewohnerinnen und Bewohner mit positivem Befund innerhalb der LEA in einem separaten Bereich in Isolation.“
Der Ostalb-​Landrat, der Ellwanger Oberbürgermeister Michael Dambacher und Bürgermeister Volker Grab sehen sich in ihrem konsequenten Handeln vom vergangenen Wochenende bestätigt. Inzwischen konnte erreicht werden, dass die Polizei rund um die Uhr mit jeweils 12 Mann pro Schicht vor Ort ist, um die Einhaltung der Sperre zu überwachen.
Innerhalb der LEA muss das Regierungspräsidium Stuttgart eine absolute Trennung der Corona-​Erkrankten von den negativ Getesteten gewährleisten, solange die Erkrankten noch nicht in die zentrale Corona-​Aufnahmestelle nach Althütte im Rems-​Murr-​Kreis verlegt werden können.“

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