Grundrechte im Blickpunkt: Sind sie gefährdet?

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Auch am 23. Mai, dem Tag des Grundgesetzes, werden in Gmünd wieder Menschen öffentlich fordern, dass die Schutzmaßnahmen im Zuge von Corona nicht auf Kosten der Grundrechte gehen dürfen. Im Mittelpunkt steht dabei das Grundrecht auf die Freiheit. Die Rems-​Zeitung hat zu diesem Thema dem Bundesministerium der Justiz in Berlin Fragen gestellt, die Christian Lange beantwortet hat.

Veröffentlicht am Samstag, 23. Mai 2020
von Gerold Bauer
Lesedauer: 62 Sekunden

Als nach zwölf Jahren totalitärer Herrschaft durch die Nationalsozialisten aus Deutschland wieder ein demokratischer Staat werden sollte, haben sich die Väter des Grundgesetzes viele gute Gedanken gemacht, welche Rechte Bürgerinnen und Bürgern mit Hilfe der Verfassung garantiert werden sollen. Ganz wichtig waren dabei die persönliche Freiheit und das Recht, seine Meinung auch dann sagen zu dürfen, wenn die eigene Position nicht mit der „Marschrichtung“ der Regierung oder von Behörden konform ist.
Schließlich sind unzählige Menschen im Dritten Reich eingesperrt und sogar ermordet worden, nur weil sie Kritik an Adolf Hitler oder an der NSDAP-​Politik laut werden ließen. Denunzianten hatten seinerzeit Hochkonjunktur. Man denke da nur an den Gmünd Bankier Hermann Köhler, dem sein kritischer Geist und seine aufrechte Haltung das Leben kosteten.Sind die Grundrechte aufgrund der Einschränkungen durch Corona-​Auflagen und Verbote in Gefahr? Dazu befragte die Rems-​Zeitung als Experten Christian Lange. Denn der SPD-​Politiker ist nicht nur Bundestagsabgeordneter im Wahlkreis Schwäbisch Gmünd/​Backnang, sondern auch Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium der Justiz. Darüberhinaus ist Christian Lange von Haus aus studierter Jurist.
Der ausführliche Blick auf die Grundrechte und die Protest-​Aktionen erscheint passend zum Jahrestag am 23. Mai in der Rems-​Zeitung!