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Bürgermeisterin Eßwein empört über Hakenkreuz-​Schmierereien

Foto: gbr

Sowohl das Rathaus als auch Firmengebäude wurden in Mutlangen als „Maischerz“ mit nationalsozialistischen Hakenkreuz-​Symbolen beschmiert. Zudem wurde der Briefkasten am Rathaus durch Böller beschädigt.

Sonntag, 03. Mai 2020
Gerold Bauer
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„Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher“, zitiert die Mutlanger Bürgermeisterin den berühmten Wissenschaftler Albert Einstein. Und Stephanie Eßwein machte auch keinen Hehl daraus, was sie von den Tätern hält: „Das geht raus an die, die in der Maiennacht gemeint haben, mutwillig Sachen in Mutlangen zu zerstören. Danke für Nichts ihr Vollidioten!“
Für diese drastische Ausdrucksweise, zu lesen auch auf der Facebook-​Seite der Bürgermeisterin, gab es sowohl Kritik als auch Verständnis. „Lieber Ecken und Kanten als aalglatt und unnahbar“, lautet zum Beispiel ein FB-​Kommentar. In einem anderen Kommentar im sozialen Netzwerk heißt es dagegen: „Bin nur geschockt über die öffentliche Ausdrucksweise einer Bürgermeisterin.“ Die Schmierereien an sich wurden hingegen unisono verurteilt.
Vor dem Hintergrund der Aktionen, die „Scherzbolde“ in der Nacht zum ersten Mai verübt hatten, zeigte sich Stephanie Eßwein nicht bereit, diese zurück zu nehmen. „Für so was gibt es keine politisch korrekte Wortwahl!“ Stephanie Eßwein hat die Polizei eingeschaltet. „Da geht es nicht nur um Sachbeschädigung! Das Verwenden der Hakenkreuze ist eine Straftat, die die Polizei nicht nur aufgrund meiner Anzeige, sondern auch von Amtswegen verfolgt.“

Die Mutlanger Rathauschefin hofft, dass die Ermittlungen der Polizei erfolgreich verlaufen. Fall jemand etwas gesehen hat oder Hinweise auf die Täter geben kann, bittet sie um entsprechende Hinweise.



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