Direkt zum Inhalt springen

Nachrichten Ostalb

Busunternehmen bangen um die Zukunft: Startpunkt und Voraussetzungen für künftige Reisen sind unklar

Foto: Grötzinger Reisen

Busreisen fallen 2020 weitgehend flach. Für Busunternehmen aus der Region kommt das einer unternehmerischen Katastrophe gleich. Sie wollen wissen, wann und unter welchen Auflagen es weiter geht.

Samstag, 30. Mai 2020
Eva-Marie Mihai
1 Minute 29 Sekunden Lesedauer

Seit dem 16. März stehen die Reisebusse in der Region. Bei Kolb Reisen in Lindach sind es fünf Busse, die abgemeldet auf dem Parkplatz ihr ödes Dasein fristen. „Das gleicht einem Berufsverbot. Wir dürfen unser Handwerk nicht mehr ausführen“, sagt Andreas Joos, Geschäftsführer bei Kolb Reisen. Das Problem: In den Bussen sei viel Kapital gebunden. „Ein Bus kostet so viel wie ein Einfamilienhaus.“ Das müsse man erst mal wieder erwirtschaften. Dabei könne man aktuell auch keine Busse verkaufen. „Der Gebrauchtbusmarkt in ganz Europa ist zusammengebrochen.“
Wann die Busreisen wieder starten, ist noch ungewiss. „Baden-​Württemberg hat das Verbot bis zum 14. Juni verlängert.“ Heißt für die Unternehmen: Mindestens bis dahin sin die Einnahmen gleich Null. „Bei uns sind neun Mitarbeiter zu hundert Prozent in Kurzarbeit.“ Niemand wisse wann und unter welchen Auflagen man wieder starten dürfe. „Es ist noch nichts bekannt, das ist wirklich düster.“
Dass er nicht sofort wieder 50 Personen in einem Bus transportieren darf, ist ihm klar. „Ich schätze, ab 25 Fahrgästen lohnt sich eine Tour.“ Besonders ärgerlich sei das Dilemma, weil der Katalog vorbereitet, gedruckt und versendet worden sei. „Die Buchungszahlen waren noch nie so gut.“ Und dann, kurz bevor die Saison starten sollte, kam der Lockdown. „Alles war bestellt – und wir konnten nichts davon umsetzen.“
Ein großer Trost seien die „tollen Kunden“, die er seither erlebt habe. „Viele sagen, dass wie die Anzahlung behalten sollen, und sie gerne wieder mit uns fahren.“ Manche rufen an und fragen, wie es dem Unternehmen geht. „Man kann den Kunden nur dankbar sein, dass die so zu uns stehen und auf Rückzahlungen größtenteils verzichten.“ Das sei rührend.
Mit dem Problem ist Andreas Joos nicht allein. So wie ihm ergeht es allen Busreiseveranstaltern im Land. Besonders frustrierend für ihn: „Es gibt kein Licht im Tunnel.“ Die Hotellerie und die Gastronomie dürfe wieder öffnen, außerdem gebe es erste Flugzeuge, die wieder starten. „Aber warum dürfen wir Busunternehmer nicht fahren?“
Lesen Sie den kompletten Artikel am 30. Mai in der RZ.

14 Tage kostenlos und unverbindlich testen?
Das RZ-Probeabo - digital oder klassisch mit Trägerzustellung

1787 Aufrufe
356 Wörter
112 Tage 13 Stunden Online

Beitrag teilen

schauorte zwischen Wald und Alb
schauorte.deNachrichten und Tipps im Remstal

#gemeinsam - Lieferdienste und Hilfsangebote
Corona-Hilfsangebote zwischen Wald und Alb


QR-Code
remszeitung.de/2020/5/30/busunternehmen-bangen-um-die-zukunft-startpunkt-und-voraussetzungen-fuer-kuenftige-reisen-sind-unklar/