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4:1-Sieg: 1. FC Heidenheim bleibt Hamburg und Stuttgart auf den Fersen

Foto: Caliskan

Am 31. Spieltag der 2. Fußball-​Bundesliga hat der 1. FC Heidenheim seinen Angstgegner Jahn Regensburg empfangen. In bislang fünf Duellen hatte der FCH fünfmal den Platz als Verlierer verlassen. Diesmal war alles anders, die Mannschaft von Frank Schmidt knüpfte an seine zuletzt starken Auftritte in der heimischen Voith-​Arena an und besiegte den Jahn mit 4:1 (1:0). Das Ergebnis wird den mutig agierenden Gästen aus der Oberpfalz, die ebenfalls einen richtig guten Auftritt hinlegten, allerdings in keinster Weise gerecht.

Samstag, 13. Juni 2020
Timo Lämmerhirt
2 Minuten 44 Sekunden Lesedauer

Schmidt stellte betont offensiv auf. Nach seiner langen Verletzungspause durfte Denis Thomalla endlich mal wieder von Beginn an ran. Dazu gesellten sich noch die doch eher in der Offensive anzusiedelnden Tim Kleindienst, David Otto und Robert Leipertz. Kapitän Marc Schnatterer musste mit muskulären Problemen kurzfristig passen.
Und nach nur wenigen Sekunden schien sich dieser Mut direkt auszuzahlen. Leipertz, der in den vergangenen Wochen nicht gerade vom Glück verfolgt war, reagierte nach einem katastrophalen Torwartfehler von Alexander Meyer im Gewühl am schnellsten und netzte zum 1:0 ein (2. Minute). Dieser musste in der Folge verletzt vom Feld, für ihn kam Alexander Weidinger. Was danach folgte, war zunächst eine starke Reaktion der Gäste, die bereits drei Minuten später eine große Gelegenheit durch George, der aus kurzer Distanz nur das Außennetz traf, hatten. Marcel Coreira verfehlte das Tor in der Folge per Kopf nur knapp (14.), der Jahn drängte den FCH in dieser Phase tief in die eigene Hälfte. Nach einer Flanke von David Otto auf der anderen Seite dann aber hätte Tim Kleindienst per Kopf treffen müssen, doch er brachte das Leder nur ans Außennetz. Der FCH befreite sich allmählich vom Druck der Regensburger und vor allem Niklas Dorsch bestimmte das Tempo nach Belieben. Hätte er nur eine Sekunde eher auf Kleindienst gespielt, so hätte sein Treffer zum 2:0 gezählt, so aber entschied Schiedsrichter Felix Brych korrekterweise auf Abseits (28.). Kurz vor dem Schlusspfiff reagierte FCH-​Schlussmann Kevin Müller nach einer Ecke grandios gegen einen Kopfball von Sebastian Stolze (43.). Ein Unentschieden zur Pause wäre nicht ungerecht gewesen. In der zweiten Halbzeit dann aber konnten die Gäste nicht mehr ganz an ihre Stärke anknüpfen, der FCH war nun zusätzlich wesentlich dominanter. Leipertz (53.) und Thomalla (54.) scheiterten aus der Distanz, Otto per Hacke (60.). Fünf Minuten später fand eine Flanke von Marnon Busch den Kopf von Denis Thomalla, der querlegte zu Kleindienst, der per Kopf zum 2:0 traf.
Als zehn Minuten später Aaron Seydel zum 1:2 traf (75.), Timo Beermann sah dabei nicht gut aus, hätte die Partie durchaus nochmal kippen können, so gut war der Eindruck, den die Regensburger hinterlassen hatten. Die Gäste kamen aber nicht zurück, stattdessen der FCH zu seiner zweiten Luft. Tobias Mohr erkämpfte sich das Leder an der eigenen Grundlinie, bediente Kleindienst, der Otto im Strafraum sah. Otto scheiterte zunächst an Weidinger, sah dann aber noch einmal Kleindienst, der zum 3:1 vollstreckte (81.). Das war letztlich auch die Entscheidung.

Schimmer mit dem Joker-​Gen

In der 83. Minute dann wechselte Schmidt Stefan Schimmer ein – und der schaffte es tatsächlich nach drei Minuten, den 4:1-Endstand herzustellen. Es war sein dritter Jokertreffer in Serie, damit kommt er auf bereits sechs Tore – allesamt als Joker erzielt, was für eine Bilanz. Mit diesem Erfolg bleibt der FCH den Hamburgern auf den Fersen und geht nun in die Woche der Wahrheit. Ein Sieg in Fürth vorausgesetzt, folgt am kommenden Wochenende das vielleicht entscheidende Duelle gegen den Hamburger SV.

Weiteres zum FCH, unter anderem ein Interview mit Schlussmann Kevin Müller, lesen Sie in der Rems-​Zeitung am Montag.

FCH: Müller – Busch (83. Strauß), Mainka, Beermann, Föhrenbach – Leipertz (80. Multhaup), Kerschbaumer (70. Theuerkauf), Dorsch – Thomalla (70. Mohr) – Kleindienst (83. Schimmer), Otto
Regensburg: Meyer (6. Weidinger) – Saller, Nachreiner, Correia, Okoroji – Gimber (79. Lais), Besuschkow (79. Geipl) – George (66. Seydel), Makridis (66. Derstroff) – Albers, Stolze
Tore: 1:0 Leipertz (2.), 2:0 Kleindienst (65.), 2:1 Seydel (75.), 3:1 Kleindienst (81.), 4:1 Schimmer (86.)
Schiedsrichter: Dr. Felix Brych.


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