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Lorcher soll 21.000 Euro für schnelleres Internet zahlen

Foto: mia

Das Werbeplakat der Breitbandoffensive der Stadt unten am Kellerberg ist für Benjamin Rund reine Ironie. 2012 hat er sich ein Grundstück in Lorch gekauft. Bis heute wartet er darauf, dass dort ein Glasfaserkabel für das Internet verlegt wird.

Donnerstag, 18. Juni 2020
Eva-Marie Mihai
1 Minute 14 Sekunden Lesedauer

Er habe das Grundstück damals in dem Wissen gekauft, dass in der Weberstraße, an die sich das Neubaugebiet anschloss, schon ein Glasfaserkabel lag. „Für mich hat das damals eine Rolle gespielt.“ Mittlerweile macht der schwarze Asphaltstreifen, unter dem das Kabel liegt, aber einen Knick – anstatt wie erhofft, in Richtung seines Hauses weiterzuverlaufen.

Das Kabel wurde in die Parallelstraße verlegt. Dort, wie auch in der Straße, in der Rund wohnt, hatte Unity Media abgefragt, wer von den Anwohnern einen Vertrag unterschreiben würde. Auch bei Benjamin Rund waren die Vertreter. „Ich habe auf dem Tablet sofort unterschrieben.“ Scheinbar aber nicht genügend seiner Nachbarn. „Ich bekam die Mitteilung, dass die Quote derjenigen, die das Internet wollen, nicht hoch genug sei.“

Das hat zur Folge, dass er keine einfachen Up– oder Downloads bei sich zu Hause machen kann. Wenn Rund gutes Internet will, arbeitet er über den Hotspot seines Handys. „Wenn ich Videocalls mache, schalte ich das Video aus.“ In der Ausübung seiner Arbeit sei er sehr eingeschränkt, ganz zu schweigen von privaten Themen. „Es kam schon vor, dass meine kleine Tochter geheult hat, wenn man wieder was nicht geklappt hat.“

Dazu käme, dass die Kommunikation mit der Stadt sehr schleppend gelaufen sei. „Manchmal habe ich monatelang keine Antwort auf meine Mails bekommen.“ Zwischen den Zeilen sei ihm gesagt worden, dass er vorerst nicht mit besserem Netz rechnen könne. Seit acht Jahren versuche er jetzt, eine bessere Internetleistung zu bekommen. Mittlerweile sei er verzweifelt.

Wie sich die Lorcher Bürgermeisterin Marita Funk dazu äußert, lesen Sie am 19. Juni in der RZ.

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