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Hochschule für Gestaltung erlebt einen Hype

Foto: edk

Einen überraschenden Anstieg an Bewerberzahlen erlebt die Hochschule für Gestaltung (HfG). Da Corona das Auslandsjahr nach dem Abi erschwert, studieren die Jugendlichen direkt nach dem Abschluss.

Sonntag, 21. Juni 2020
Eva-Marie Mihai
1 Minute 4 Sekunden Lesedauer

Professor Ralf Dringenberg, Rektor der Hochschule für Gestaltung (HfG) in Schwäbisch Gmünd hat keine leichte Aufgabe vor sich. Er muss 336 Bewerbern mitteilen, dass sie nicht an der HfG studieren können oder bestenfalls noch auf der Warteliste stehen. In diesem Semester ist der Ansturm so hoch wie nie zuvor. 456 Bewerbungen sind bei der HfG für das Wintersemester 2020 eingegangen, allerhöchstens 120 kann die Hochschule aufnehmen. „Aber dann sind wir an der Kapazitätsgrenze“, sagt Dringenberg.
Die HfG sei die einzige Hochschule, die mehr Bewerber hat als normalerweise. Zum Vergleich: Für gewöhnlich gehen etwa 250 bis 300 Bewerbungen ein. „Das ist die absolute Spitzenzahl.“

Woher die hohe Nachfrage kommt, will die Hochschule bei dem Auswahlverfahren evaluieren, das sie am 24. Juni und am 1. Juli mit allen Bewerbern durchführt. Dringenberg leitet sich das Phänomen von der Corona-​Situation ab. „Abiturienten können kein Work&Travel machen, Praktika sind unsicher.“ Deswegen machen viele nach dem Abi kein soziales Jahr, sondern fangen direkt mit dem Studium an. „Über die sozialen Kanäle hat sich herum gesprochen, dass wir eine gut funktionierende Online-​Lehre haben.“

„Das stellt uns vor leichte Kapazitätsprobleme“, sagt Dringenberg mit einem Lachen. „Wir können nicht endlos Studierende aufnehmen.“ Ein Gestaltungsstudium sei in seiner Betreuungsrelation nicht beliebig erweiterbar. „Das ist der Unterschied zum Mathestudium. Bei uns werden Kleingruppen mit maximal 15 Personen unterrichtet.“

Wie es im nächsten Semester weiter geht, lesen Sie am 23. Juni in der RZ.

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