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Nachrichten Schwäbisch Gmünd

Corona-​Ausbruch: Führungsstab trifft Maßnahmen für Schwäbisch Gmünd und Heubach

Symbolfoto: hs

Vom Corona-​Ausbruch anlässlich einer Trauerfeier in Schwäbisch Gmünd sind nun auch mehrere Nachbarkreise betroffen. Im Ostalbkreis wächst die Besorgnis angesichts zunehmender Infektionszahlen. Ein Führungsstab unter Leitung von Landrat Klaus Pavel hat jetzt erste zusätzliche Maßnahmen für die Städte Schwäbisch Gmünd und Heubach getroffen, um eine weitere Ausbreitung der Corona-​Ansteckungen einzudämmen, die sich zahlenmäßig auf die sogenannte „Vorwarnmarke“ zubewegen. Nachfolgend die soeben (Donnerstagnachmittag) veröffentlichte, gemeinsame Presseerklärung des Landratsamts und der Stadt Schwäbisch Gmünd zur aktuellen Entwicklung:

Donnerstag, 30. Juli 2020
Heino Schütte
1 Minute 59 Sekunden Lesedauer

Am heutigen 30. Juli 2020 meldet das Gesundheitsamt des Ostalbkreises 84 Coronainfektionen, die auf die Trauerfeier Mitte Juli in Schwäbisch Gmünd zurückzuführen sind. 24 Erkrankte davon sind inzwischen wieder gesund und konnten bereits aus der häuslichen Isolation entlassen werden. Aktive Fälle verzeichnet der Ostalbkreis heute 69. Insgesamt haben sich seit Beginn der Corona-​Pandemie im Kreis 1.744 Personen mit COVID-​19 infiziert, davon sind 1.632 wieder gesund, 43 sind verstorben. Im Zuge des Managements des Coronaausbruchs in Schwäbisch Gmünd wurden vom Gesundheitsamt unter anderem acht Schulklassen an sieben Schulen in den Städten Schwäbisch Gmünd und Heubach getestet. Inzwischen liegen die letzten noch ausstehenden Ergebnisse der Grundschule Hardt vor, die allesamt negativ waren. Das Gesundheitsamt bietet Schülerinnen und Schülern der getesteten Schulklassen in der Grundschule Hardt, der Schillerschule Heubach und dem Parlergymnasium Schwäbisch Gmünd , die derzeit noch in behördlich angeordneter häuslicher Isolation sind, auf freiwilliger Basis einen weiteren Coronatest an. Sofern dieser erneut negativ sein sollte, können die betreffenden Kinder und Jugendlichen aus der häuslichen Isolation entlassen werden. Erste Schulklassen haben dieses Angebot bereits angenommen. Mittlerweile hat das Gesundheitsamt im Zusammenhang mit der Ermittlung von Erkrankten und Kontaktpersonen bereits über 500 Tests durchgeführt, wobei rund 100 Personen — vor allem an Schulen — doppelt getestet wurden. Auch aus den Nachbarlandkreisen Rems-​Murr-​Kreis und Göppingen sowie aus Reutlingen stammen Besucher der Trauerfeier, sodass die dortigen Gesundheitsämter in ihrem Zuständigkeitsbereich die Kontaktpersonenverfolgung durchführen. Weil sich die Zahl der Neuinfektionen in den letzten sieben Tagen sehr stark der vom Ostalbkreis selbst definierten „Vorwarnmarke“ von 78,5 Fällen binnen sieben Tagen angenähert hat, hat der Führungsstab unter der Leitung von Landrat Klaus Pavel erste Maßnahmen beschlossen. „Wir haben mit den Städten Schwäbisch Gmünd und Heubach abgestimmt, dass die Einhaltung der behördlich angeordneten häuslichen Isolation vor Ort durch die Kommunen persönlich kontrolliert und bei Verstößen mit deutlichen Bußgeldern geahndet wird“, erklärt Landrat Klaus Pavel dazu. Ziel sei es, den Betroffenen deutlich zu machen, dass die Einhaltung der Quarantänemaßnahmen zur Eindämmung des aktuellen Ausbruchs unerlässlich ist. „Die Stadt Schwäbisch Gmünd hat bereits erklärt, dass sie in Abhängigkeit von der Teilnehmerzahl bei Bestattungsfeiern die erforderlichen Maßnahmen, wie etwa Maskenpflicht oder das Führen von Teilnehmerlisten, verbindlich festlegen will“, so Pavel weiter. Die Stadt Schwäbisch Gmünd wird deshalb eine entsprechende Allgemeinverfügung erlassen.

Erneut bittet Landrat Klaus Pavel im Namen der gesamten kommunalen Familie darum, generell die Abstands– und Hygieneregeln zu beachten. Wie schnell sich bei Menschenansammlungen jeglicher Art das Coronavirus wieder verbreiten kann, verdeutliche das aktuelle Infektionsgeschehen.

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