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Nachrichten Ostalb

Viele Biker und Bikerinnen von der Ostalb bei Demo gegen Sonntagsfahrverbot

Fotos: Underground.pic

Hätte es sich nicht um eine große Demonstration gehandelt, dann hätte es das größte spontane Motorradtreffen aller Zeiten in der Region sein können. Am Samstag sind Tausende von Motorrädern im Land in Richtung Stuttgart gestartet. Rund 2500 von ihnen trafen sich in Haubersbronn am Park & Ride Parkplatz für die Sternfahrt zum Canstatter Wasen. Viele davon kamen aus dem Ostalbkreis.

Montag, 06. Juli 2020
Edda Eschelbach
1 Minute 22 Sekunden Lesedauer

Grund für die Demonstration, war die Forderung des Bundesrats nach der Möglichkeit für ein Motorradfahrverbot an Sonn– und Feiertagen. Diese Vorstellung hat die Motorradfamilie auf die Straße gebracht und zusammengeschweißt. Allein in Hauberbronn kamen rund 2500 Motorräder angefahren – die meisten aus dem Ostalbkreis, aus dem Rems-​Murr-​Kreis und dem Kreis Schwäbisch Hall. Was ein Sonntagsfahrverbot auch wirtschaftlich bedeuten würde, und was die Biker und Bikerinnen über das Fahrverbot denken, steht in der Rems-​Zeitung am 7. Juli.

Ein Kommentar dazu:

Keine Sippenhaft
THEMA: Ein Fahrverbot würde alle treffen, die meisten zu Unrecht

Von Edda Eschelbach

Nach der Demonstration gab es – verglichen mit den unzähligen positiven Reaktionen – nur wenige negative Kommentare in den sozialen Medien, die meisten davon jedoch mit einem Pauschalurteil über „DIE Motorradfahrer“. Als seien die Millionen von Männern und Frauen, deren Glück auf dem Sattel ihres Zweirads liegt, eine homogene Masse. Doch es sind, wie in allen Gruppierungen von Menschen, die irgendetwas gemeinsam haben, Individuen. Sie ticken unterschiedlich, sie leben unterschiedlich, sie fahren unterschiedliche Motorräder. Sie verhalten sich auch nicht alle gleich. Es ist schlicht dumm, alle über einen Kamm zu scheren und mal generell zu behaupten, sie alle legen es darauf an, zu schnell oder zu laut zu fahren. Die meisten sind leiser als so manches Auto. Es ist richtig, die schwarzen Schafe rauszupicken und ihnen Einsicht gerne über den Geldbeutel oder den Führerschein näher zu bringen. Aber es kann nicht sein, dass alle unter Generalverdacht gestellt und deshalb in Sippenhaft genommen werden.

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