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Nachrichten Schwäbisch Gmünd

Kunstaktion: Computer wird drei Wochen lang die historische Orgel in der Johanniskirche bespielen

Foto: hs

Die Gmünder Staufer-​Basilika wird ab Samstag für drei Wochen Schau– und Hörplatz für ein künstlerisches Experiment. Nachdenken und Diskussionen über das Miteinander oder auch Gegeneinander von Mensch und Technik sind programmiert und auch erwünscht. Ein Computer wird mit 200 Eigenkompositionen die Orgel bespielen und in Korrespondenz mit dem romanischen Sakralbau und seinen steinernen Skulpturen treten.

Dienstag, 22. September 2020
Heino Schütte
1 Minute 5 Sekunden Lesedauer

„Unter Beobachtung — Kunst des Rückzugs“, so ist die jüngste Veranstaltungs– und Aktionsreihe der KulturRegion Stuttgart überschrieben. Hierbei handelt es sich um einen Zusammenschluss von 43 Städten und Gemeinden im Großraum Stuttgart. Es wird gewiss interessante und spannende Diskussionen geben. Auf die freut sich besonders die aus Basel stammende Performance– und Medienkünstlerin Hannah Weinberger, die hinter der Idee „Rapid Manufacturing“ steckt: Speziell für die Johanniskirche entwickelte sie gemeinsam mit dem Organola-​Ingenieur Klaus Holzapfel das Projekt. Holzapfel konstruiert und baut „Spielautomaten“, die in kleineren Kirchengemeinden oder für sakrale Feiern den Organisten ersetzen können. Ein Computer steuert ein mechanisches Werk, welches auf die Tastatur von Kirchenorgeln aufgesetzt werden kann und versucht, die Fingerfertigkeit eines Kirchenmusikers zu ersetzen. Künstlerin Hannah Weinberger hat nun die Organola-​Technik mit einem digitalen Tonsystem erweitern lassen. Der Computer hat sich anhand von klassischen Orgelwerken eine eigene Fähigkeit zu Kompositionen zu eigen gemacht. 200 unterschiedliche Stücke, die auch verschiedenen Stimmungen und sogar indischen und arabischen Tonsystemen folgen, werden in der Johanniskirche nach Zufallsprinzip zu hören sein. Der Klang soll auch in Korrespondenz mit den im Kirchenraum ausgestellten Steinskulturen treten, ihnen auch einen „Spiegel der Zeit“ vorhalten. Fragestellungen sind vorgezeichnet. Kann Technik und künstliche Intelligenz den Mensch und seine Kreativität ersetzen? Mehr dazu am Mittwoch in der Rems-​Zeitung.

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