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Nachrichten Rehnenhof-Wetzgau

Corona-​Ausbruch: Zahl der Todesfälle im Seniorenzentrum Wetzgau auf zwölf gestiegen

Foto: hs

Der Corona-​Ausbruch im Seniorenzentrum Wetzgauer Berg in Schwäbisch Gmünd hat furchtbare Folgen: Die Zahl der Todesfälle unter den 131 Heimbewohnern ist seit Freitagmorgen von zunächst neun auf jetzt (Sonntagmorgen ) zwölf gestiegen. Die Einrichtungsleitung erklärt, dass zumindest die Zahl der Neuinfektionen aktuell deutlich sinkt. Die Behörden prüfen, ob in Wetzgau die mutierte Version des Corona-​Virus im Spiel sein könnte.

Sonntag, 24. Januar 2021
Heino Schütte
1 Minute 34 Sekunden Lesedauer

Landrat Dr. Joachim Bläse hat am Sonntagmorgen gegenüber der Rems-​Zeitung erneut Beileid und sein tiefes Mitgefühl mit den betroffenen Familien zum Ausdruck gebracht. Es handelt sich um den schlimmsten Corona-​Aubsruch in einer Heimeinrichtung seit Beginn der Pandemie im Ostalbkreis. Unabhängig von der Tragödie in Wetzgau habe er die Hilfe der Bundeswehr bei der Testung von Bewohnern und Mitarbeitern in den Senioreneinrichtungen des Ostalbkreise angefordert.
Es gibt in der Öffentlichkeit neben vielen Bekundungen der Trauer und des Mitgefühls heftige Kritik zur Frage, warum nach dem Corona-​Ausbruch im Seniorenzentrum Wetzgau zu Beginn des Jahres die Einrichtung erst seit letzten Montag unter Quarantäne gestellt und die Öffentlichkeit erst am Freitag über das extreme Infektionsgeschehen im Stadtteil Wetzgau informiert wurde. Landrat Dr. Joachim Bläse erklärt dazu: Es gebe eine Vereinbarung mit den Einrichtungsträgern, dass in solchen Situationen die Senioreneinrichtungen selbst für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig seien. Zudem habe es im Seniorenzentrum Wetzgau schon in den letzten Monaten zweimal kleinere Corona-​Ausbrüche gegeben, wobei die Einrichtung diese selbst sehr gut in den Griff bekommen habe.
Aufgrund der extremen Häufungen der Corona-​Fallzahlen sei Beginn des Jahres habe er, Bläse, am 12. Januar eine komplette Testung aller Bewohner und Mitarbeiter veranlasst. Das Ergebnis: Weit über 100 „Positive“. Bernhard Rössler, Pressesprecher Haus Edelberg GmbH (Träger) sagte am Sonntag, dass es in den letzten Tagen nur noch sehr wenige positive Testungen gegeben habe. Die Angehörigen seien frühzeitig über die Quarantänemaßnahmen informiert worden. Für eine Information der Öffentlichkeit habe man zunächst keinen Anlass gesehen, andererseits sei das Geschehen ja auch nicht verschwiegen worden, als am Freitag die Rems-​Zeitung angefragt habe.
Bis voraussichtlich Mittwoch will das Landesgesundheitsamt die Frage beantworten, ob in Wetzgau das gefürchtete mutierte Corona-​Virus eine Rolle spielt. Die erkrankten Senioren werden teils im Heim und teils in der Stauferklinik behandelt.

Ausführliches zu den traurigen Ereignissen im Gmünder Stadtteil am Montag in der Rems-​Zeitung, aus aktuellem Anlass gegebenenfalls natürlich auch weiterhin sofort hier im Internet.

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