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TV Wetzgau: Nachträglich doch noch Deutscher Meister?

Foto: Archiv

Die Deutsche Turnliga geht nach dem Motto vor: In dubio pro reo. Im Zweifel für den Angeklagten. Doch scheint es zunächst einmal erhebliche Zweifel zu geben, ob beim Deutschen Meister 2020, der TG Saar, im vergangenen Jahr alles rechtens über die Bühne gegangen ist. Oder konkreter gesagt: beim Superstar des Teams, dem Ukrainer Oleg Verniaiev. Dieser wurde von der FIG, der Fédération Internationale de Gymnastique, also dem Internationalen Turnverband, mit einer „vorläufigen Sperre“ belegt. Sollte diese bestätigt werden, könnte der TV Wetzgau doch noch verspätet zum Titelträger gekürt werden.

Dienstag, 26. Januar 2021
Timo Lämmerhirt
1 Minute 17 Sekunden Lesedauer

Schon die Entscheidung der Männer-​Bundesliga, die TG Saar im Dezember nach dem coronabedingt ausgefallenen Finale zum Deutschen Meister zu erklären, war vielen Turnbegeisterten bitter aufgestoßen. Auch außerhalb des TV Wetzgau. Was aber dem Ganzen jetzt aus Sicht des Gmünder Vereins eine weitere Spitze gibt, erläutert Paul Schneider, Cheftrainer des TVW: „Bei der letzten Tagung, als es um den Titel ging, wusste die TG Saar bereits von der vorläufigen Sperre gegen ihren Starturner. Doch den Mund aufgemacht hat niemand.“
Die vorläufige Sperre gegen den Ukrainer hatte der Weltverband am 3. Dezember 2020 ausgesprochen. Auch die Deutsche Turnliga wurde bislang nicht ausführlich darüber informiert, was genau dem Olympiasieger von Rio de Janiero aus dem Jahre 2016 vorgeworfen wird. Der Präsident nahm auf Anfrage wie folgt Stellung: „Darüber besitzt die Deutsche Turnliga (DTL) keine offiziellen Informationen. Die FIG hat hinsichtlich des Grunds für die ‚vorläufige Sperre‘ keine weitergehenden Informationen veröffentlicht oder der Deutschen Turnliga (DTL) zur Verfügung gestellt. Unsere Informationen beschränken sich auf eine Statusmeldung auf der Homepage des Internationalen Turnverbands (FIG) sowie eine diesbezügliche Information durch die TG Saar, bei der Oleg Verniaiev Teammitglied ist“, teilte Jens-​Uwe Kunze mit. So liege auch keine Bestätigung vor, dass es sich um ein Dopingdelikt des Ukrainers handle. Der Vorwurf scheint aber längst durchgesickert.

Den ausführlichen Bericht lesen Sie in der Rems-​Zeitung am Mittwoch.

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