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Nachrichten Ostalb

7-​Tage-​Inzidenz von 106 — weitere Beschränkungen drohen

Die Außenbestuhlung hat Oliver Eger rausgestellt, wann er wieder Gäste vor Ort bewirten kann, das steht in den Sternen. Foto: nb

Frühestens ab dem 22. März wären nach dem Stufenplan weitere Öffnungen in den Bereichen Gastronomie, Kultur und Freizeit möglich gewesen. Doch bereits am Donnerstag hat Baden-​Württemberg angekündigt, dass dieser vierte Öffnungsschritt des Stufenplans nicht in Kraft tritt. Das Land ist weit entfernt von stabilen und rückläufigen Inzidenzen. Im Ostalbkreis drohen bald weitere Beschränkungen, am Freitag wurde eine 7-​Tage– Inzidenz von 106 gemeldet.

Samstag, 20. März 2021
Nicole Beuther
1 Minute 39 Sekunden Lesedauer

Vor zwei Wochen noch war Oliver Eger voller Hoffnung. Die Wiedereröffnung der Einzelhandelsgeschäfte am 8. März änderte zwar nichts an seiner Situation. Doch angesichts des Inzidenzwertes von 42 im Ostalbkreis hegte Eger Hoffnung, dass er die Außengastronomie seines Alpen Wirtshauses 14 Tage später vielleicht öffnen darf. Doch die Voraussetzung – eine stabile Entwicklung des Infektionsgeschehens – ist nicht erfüllt. Mehr noch: Am Freitag meldete das Landesgesundheitsamt für den Ostalbkreis einen Inzidenzwert von 106.

Was diese Situation für Gastronomen und Einzelhändler bedeutet und welchen Stellenwert das Impfen und Testen im Ostalbkreis einnimmt, steht am Samstag in der Rems-​Zeitung.

Kommentar

Falsche Hoffnungen

Tests und Impfungen sind das Gebot der Stunde

Von Thorsten Vaas

Sie sind Freunde, und doch handeln sie grundverschieden: die Oberbürgermeister Richard Arnold und Boris Palmer. Während der Tübinger OB handelt, geht sein Amtskollege aus Schwäbisch Gmünd als Hauptdarsteller eines HGV-​Videos einkaufen. Damit weckt er falsche Hoffnungen. Denn erst Tests und Impfungen ermöglichen ein gesellschaftliches, kulturelles und wirtschaftliches Leben, wie man an der Modellstadt Tübingen sieht. Dort können Außengastronomie, Kinos, Hotels und Kultureinrichtungen öffnen. Gäste und Besucher machen unter Aufsicht einen Schnelltest — ist der negativ, gibt’s ein Tübinger Tagesticket, das einem den Zutritt erlaubt. Es ist ein bislang erfolgreicher Weg, den Tübingen noch bis zum 4. April ausprobiert. Testen, testen, testen ist das Gebot der Stunde. Anders lässt sich die Position des Landkreistags, Click & Meet auch bei Inzidenzen über 100 zu ermöglichen, kaum umsetzen.

Wie wäre es also mit einem Gmünder Tagesticket? Gmünd zur Modellstadt nach Tübinger Vorbild zu machen, das wäre, womit der lokale Handel nicht nur ein Stück weit Normalität, sondern auch eine Perspektive zurückbekommen würde. Je schneller und konsequenter alle Abstand halten, Hygiene beachten, im Alltag Maske tragen, sich testen lassen und geimpft werden, desto schneller werden die Maßnahmen gelockert. Ein Kraftakt, keine Frage. Aber einer, der sich schlussendlich auszahlt. Nicht nur für den Handel, die Kultur und Gastronomie, sondern für alle Bürger.

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