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Corona-​Impfung beim Hausarzt: In wenigen Tagen geht es los

Foto: astavi

Darauf haben viele Menschen gehofft: Impfen nicht nach einem endlosen „Schlange stehen“ in einer anonymen Telefon-​Hotline, sondern nahe am Wohnort und unkompliziert direkt beim Hausarzt. Den Arztpraxen sind dabei allerdings genau wie den Impfzentren durch die Knappheit des Impfstoffs vorerst noch Grenzen gesetzt. Zunächst gibt es pro Arzt nur 18 Impfdosen pro Woche.

Mittwoch, 31. März 2021
Gerold Bauer
1 Minute 50 Sekunden Lesedauer


Für die Landratsämter bedeutet eine weitere Form der dezentralen Corona-​Impfung natürlich eine Entlastung der Kreisimpfzentren und damit eine Entspannung der Situation. Denn nach wie vor ist die Zahl der Impfwilligen deutlich höher als die Zahl der verfügbaren Impfdosen.
Wie viele Hausärzte im Raum Gmünd gleich nächste Woche mit den Impfungen loslegen, ist nicht bekannt. Denn es obliegt jeder Praxis selbst, ob sie sich an der Corona-​Impfaktion beteiligt; auch die Kreisärzteschaft kann darüber derzeit noch keine konkreten keine Angaben machen. Man gehe aber davon aus, so Dr. Alexander Stütz, dass nahezu alle Hausärzte ihren Patienten diesen Service nach und nach anbieten werden. Stütz ist Mitglied des Vorstands der Kreisärzteschaft und hat dort die Funktion des Notfallbeauftragten inne.

Wie das Impfen beim Hausarzt funktioniert, wer dafür in Frage kommt und warum das nun einfacher geht, als man zunächst angenommen hatte, steht am 31. März in der Rems-​Zeitung! Und dazu gibt es auch einen Kommentar:

Den Bürgern fehlen die Antworten

Höchste Priorität muss nun die schnelle Impfstoffversorgung haben

Von Thorsten Vaas

Ich weiß, dass ich nichts weiß.“ Nicht besser als mit dieser dem griechischen Philosophen Sokrates zugeschriebenen Redewendung kann man die Misere ums Impfen beschreiben. Nach Ostern sollen die Corona-​Impfungen bei Hausärzten starten. Endlich! Die Crux ist bloß: Die Bürger wissen nicht Bescheid. Es gibt keine allgemeinen Informationen.
Anfang März startete das Sozialministerium mit der Kassenärztlichen Vereinigung einen Versuch, um Impfungen in den Praxen zu testen. Inzwischen hätte viel organisiert werden können, ja sogar organisiert werden müssen. Einige Arztpraxen haben die Zeit genutzt und sich auf den Start vorbereitet. Von offizieller Stelle allerdings vermisst man dieses Engagement. Während Informationen wie zur Abrechnung für Praxen bereitstehen, suchen Bürger Antworten auf zentrale Fragen: Bietet mein Hausarzt die Impfung an? Wie komme ich an den Impftermin? Darauf kommt es an – dazu gibt es derzeit keine Auskunft. Was diejenigen verunsichert, die es zu schützen gilt. Sie brauchen mehr und bessere Informationen.
Es sind Fehler gemacht worden im Kampf gegen die Pandemie. Weitere darf sich keiner erlauben. Politisch höchste Priorität muss nun die schnelle Impfstoffversorgung haben, um den Bürgern die Sicherheit zurückzugeben, die angesichts zögerlicher Entscheidungen bei der Bekämpfung der Pandemie massiv gelitten hat. Mit 18 Impfdosen gelingt das nicht.

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