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Nachrichten Schwäbisch Gmünd

Ergebnis der Bund-​Länder-​Beratungen sorgt für gemischte Gefühle

Foto: nb

Der Handels– und Gewerbeverein Gmünd sieht mit den neuen Corona-​Beschlüssen „ein bisschen Licht am Ende des Tunnels“, der Vorsitzende des Hotel– und Gaststättenverbands Dehoga im Ostalbkreis zeigt sich enttäuscht über das Ergebnis der Bund-​Länder-​Beratungen.

Donnerstag, 04. März 2021
Nicole Beuther
1 Minute 28 Sekunden Lesedauer

Beim kürzlich stattfindenden Gmünder Innenstadtgipfel forderte Oberbürgermeister Richard Arnold einen Marshallplan und ein Umdenken. Mit dem Coronavirus leben heiße, mehr in Betracht zu ziehen als nur den Inzidenzwert. Als Simone Klaus vom Handels– und Gewerbeverein am frühen Donnerstagmorgen die Ergebnisse der Bund-​Länder-​Beratungen studierte, hatte sie fast das Gefühl, dass einige der Minister beim Innenstadtgipfel dabei waren. Denn ganz plötzlich scheint das alleinige Beharren auf den Inzidenzwert von 35 ein Ende zu haben.

Wie Simone Klaus den Stufenplan beurteilt und warum sich Dagobert Hämmerer von der Dehoga gar nicht damit anfreunden kann, das steht am Freitag in der Rems-​Zeitung.

KOMMENTAR
Bitte keinen Einkaufstourismus
Öffnen die Läden in Gmünd, könnte das auch für Auswärtige attraktiv sein
Von Nicole Beuther
Corona macht keine Pause. Auch nicht, wenn es Frühling wird und wir alle allmählich die Schnauze voll haben von dem Virus. Corona interessiert es auch nicht, dass wir gerne mal wieder einkaufen möchten oder ein Restaurant besuchen wollen. Schnellschüsse sind deshalb fehl am Platz. Corona ist da, hinzu kommen die Mutationen, die das Infektionsgeschehen derzeit maßgeblich beeinflussen. Genau deshalb sind sehr vorsichtige Schritte heraus aus dem Lockdown die richtigen.
Welcher Inzidenzwert wird in Baden-​Württemberg der entscheidende sein? Jener vom Land oder jener vom Landkreis? Eine erste Antwort darauf gab es am Donnerstagabend. Demnach haben sich Winfried Kretschmann und Susanne Eisenmann darauf geeinigt, dem Bund-​Länder-​Beschluss zu folgen und Kreisen stärkere Lockerungen zu erlauben, wenn die Inzidenz dort stabil unter 50 liegt. Der Ostalbkreis steht aktuell mit einer Inzidenz von 34 gut da, die Inzidenz im Land liegt bei 54,4. Bauchschmerzen bereitet vor allem der Blick in den Nachbarlandkreis Schwäbisch Hall – dort liegt die Inzidenz bei 141,8! Bleibt zu hoffen, dass bei Öffnung der Läden in Gmünd kein Einkaufstourismus stattfindet und der allgemeine Wunsch, die Stauferstadt auch wieder für Auswärtige attraktiv zu machen, erst ein wenig später in Erfüllung geht.
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