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Nachrichten Schwäbisch Gmünd

Mobile Teams sind ab Donnerstag vor Ort

Foto: Tim Reckmann_​pixelio

In Schwäbisch Gmünd wird vom 18. März an eine Corona-​Schutz-​Impfung auch vor Ort angeboten. Ab diesem Tag wird eines der mobilen Impfteams, die bislang die Bewohner der Alten– und Pflegeheime geimpft haben, für einige Zeit in Gmünd stationiert. In Waldstetten starten die lokalen Impfungen voraussichtlich am 29. März. Beide Gemeinden haben eine gemeinsame Strategie entwickelt und stimmen sich in den Details eng ab.

Dienstag, 09. März 2021
Nicole Beuther
2 Minuten 4 Sekunden Lesedauer

Für die Impfungen in Gmünd wird derzeit die Infrastruktur in der Schwerzerhalle aufgebaut. Diese liegt zentral im Stadtgebiet, ist gut erreichbar und verfügt über ausreichend Parkmöglichkeiten. Mit viel Aufwand wurde die Halle vom Baubetriebsamt und der örtlichen Firma Messebau Schöne in kürzester Zeit so ausgestattet, dass zeitnah Impfungen stattfinden können. Bis zu drei Impfstraßen könnten dann eingerichtet werden, da ab der Karwoche weitere Mobile Impfteams für einen Einsatz in den Kommunen frei sind. Ab diesem Zeitpunkt werden dann auch Impfungen in Waldstetten möglich sein. Dort laufen die Planungen für die Stuifenhalle ebenfalls auf Hochtouren. Diese ist ebenfalls gut anfahrbar und für die Waldstetter ideal gelegen. Die Federführung für die Einteilung der mobilen Impfteams hat das Landratsamt, das Kommunen mit besonders weiter Entfernung zum Impfzentrum in Aalen die Priorität einräumt. Daher sind Gmünd und Waldstetten als eine der ersten im Ostalbkreis mit dabei.
Für eine Impfung ist zwingend ein fester Termin zu vereinbaren und vorab bestimmte Voraussetzungen zu klären. Der zuständige Erste Bürgermeister Christian Baron hat hierzu alle Senioren über 80 Jahren in der Stadt angeschrieben, die nicht in Pflegeheimen oder dem Betreuten Wohnen leben. Letztere wurden in der Regel bereits schon geimpft. Zum Verfahren zur Terminvergabe erklärt Baron: „Wir werden nach dem Senioritätsprinzip verfahren, das bedeutet zuerst die mit dem höchsten Lebensalter. Das ist vor allem transparent und entspricht auch der Strategie zur Priorisierung von Risikogruppen. In Gmünd leben derzeit 13 über 100-​Jährige und interessanterweise 14, die noch im Laufe des Jahres das 100. Lebensjahr erreichen. Diese kommen als erstes dran, soweit sie geimpft werden wollen und nicht schon geimpft sind.“ Wer sich auf das Schreiben der Stadtverwaltung mit einem Terminwunsch meldet, bekommt entsprechend dem Alter eine Reservierung für eine Impfung in der Schwerzerhalle.
Ähnlich läuft es auch in Waldstetten. Bürgermeister Michael Rembold hat hierzu ebenfalls in der vergangenen Woche schon alle Senioren angeschrieben. Zum voraussichtlichen Start in der Stuifenhalle am 29. März ist Rembold zuversichtlich: „Ich denke, dass wir in vier Tagen alle über 80-​Jährigen durchgeimpft haben.“ Eine konkrete Reihenfolge sei hier nicht notwendig, jedoch natürlich auch eine Terminvergabe, die das Rathaus in Waldstetten koordiniere. Rembold freut sich besonders, dass es nun vorangeht. „Nach den Wochen, in denen eine Terminvereinbarung sehr umständlich und zeitraubend war, können wir unseren Senioren jetzt eine Impfung vor Ort und eine Terminvereinbarung über die örtlichen Rathäuser anbieten.“
Baron und Rembold sind zuversichtlich, dass damit nun Fahrt in die Impfkampagne kommt. Es gebe deutlich mehr Impfstoff und das Ziel der vollständigen Impfung der Personen in der Kategorie 1 der Impfreihenfolge sei nun absehbar. Die Mobilen Impfteams werden so lange in Gmünd und Waldstetten sein, bis alle über 80-​Jährigen geimpft sind.

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