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Nachrichten Schwäbisch Gmünd

Gmünd konsequent: Stadt setzt Verbot der Querdenken-​Demo mit Polizeieinsatz durch

Fotos: hs

Die Stadtverwaltung Schwäbisch Gmünd hat am Dienstagabend mit Unterstützung der Polizei konsequent das bereits angekündigte Verbot einer Veranstaltung der Querdenken-​Bewegung durchgesetzt. Nach zweimaliger Lautsprecher-​Aufforderung mit Strafandrohung räumten die Demonstranten nach hitzigen Diskussionen und einem Katz-​und-​Maus-​Spiel mit den Ordnungskräften teils sichtlich wutentbrannt den Marktplatz.

Dienstag, 06. April 2021
Heino Schütte
1 Minute 4 Sekunden Lesedauer

Wie jeden Dienstag hatten sich etwa 30 bis 40 Demonstranten vor dem Rathaus eingefunden. Angemeldet war eine „Veranstaltung“, die jedoch von der Stadtverwaltung unter Hinweis auf die aktuellen Infektionszahlen und die oft gezeigte Maskenverweigerung bei früheren Versammlungen untersagt worden war. Oberbürgermeister Richard Arnold hatte dazu auch erklärt: Er könne nicht mehr erkennen, dass es bei dieser Dauerdemo in Schwäbisch Gmünd um Inhalte gehe. Vielmehr zeige die Erfahrung aus den letzten Wochen, dass die Versammlungsteilnehmer austesten wollten, wie weit sie noch über Grenzen gehen können. Aufgabe der Ordnungsbehörde sei es, Grenzen zu setzen. Es gab am Dienstagabend hitzige Diskussionen. Die Querdenken-​Aktivisten lasen den Polizeibeamten lautstark aus dem Grundgesetz vor, verwickelten auch Bürgermeister Christian Baron in Diskussionen und beharrten auf ihre Versammlungs– und Meinungsfreiheit. Rund eine Stunde lang kam es immer wieder auch zu einem unversöhnlichen Katz-​und-​Maus-​Spiel mit der Polizei, weil kleine Gruppen von teils singenden und schreienden Protestlern immer wieder in anderen Stellen rund um und dann wieder auf dem Marktplatz auftauchten. Sodann behaupteten Demonstranten, es handle sich nun um eine spontane „Eilversammlung“, die nicht angemeldet werden müsse. Schließlich platzte den Ordnungshütern der Kragen: Mit Lautsprecherdurchsagen machte die Polizei auf ordnungswidriges Verhalten aufmerksam und drohte mit Räumung des Marktplatzes, Personalienfeststellungen und Strafverfahren. Mehr über diesen unruhigen Abend in Gmünd am Mittwoch in der Rems-​Zeitung.

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