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Nachrichten Schwäbisch Gmünd

Überschallknall: Druckwelle im Ostalbkreis und Rems-​Murr-​Kreis

Foto: Bundeswehr

Eine Druckwelle ist am Dienstagmorgen gegen 10.15 Uhr zumindest durch den östlichen Ostalbkreis und den Rems-​Murr-​Kreis gegangen. Was ist passiert?

Dienstag, 11. Mai 2021
Thorsten Vaas
1 Minute 10 Sekunden Lesedauer

„Die Wahrscheinlichkeit, dass es sich um unsere Flieger handelt, ist hoch“, sagt ein Sprecher der Luftwaffe auf Anfrage der Rems-​Zeitung. Die Eurofighter-​Piloten des Taktische Luftwaffengeschwaders 74 des Stützpunkts in Neuburg an der Donau hätten an Dienstag Ausbildungsflüge absolviert. Die Flieger trainierten über Schwäbisch Hall, Stuttgart und dem Allgäu in einem zeitweilig reservierten Luftraum.
Für verschiedene Übungsflugvorhaben, insbesondere von Abfangjägern, ist es laut Luftfahrtamt unerlässlich, bestimmte Lufträume für den Zeitraum dieses Trainings von Verkehrsflugzeugen komplett freizuhalten. Nur unter dieser Voraussetzung könnten diese Übungen effektiv und vor allem sicher durchgeführt werden, da sie in der Regel viel Platz erfordern. Zu diesem Zweck seien in Deutschland spezielle Lufträume eingerichtet, die bei Bedarf für einen bestimmten Zeitraum aktiviert bzw. für den militärischen Flugbetrieb reserviert werden. Während der Aktivierungszeit dürfen sich nur noch dafür freigegebene Luftfahrzeuge in diesem Luftraum aufhalten.
Zu den Aufgaben der sogenannten Alarmrotte des Taktischen Luftwaffengeschaders 74 gehören unter anderem das Bekämpfen gegnerischer Kampfflugzeuge zur Erlangung der Kontrolle des Luftraums, die Eskorte eigener Flugzeuge, Patrouillenflüge und Abfgangeinsätze. Wie oft ein solcher Abfangeinsatz vorkommt, könne man nicht genau beziffern, „einmal im Monat etwa haben wir einen scharfen Einsatz“, so der Luftwaffensprecher weiter. Beispielsweise, wenn der Funkkontakt zu einem anderen FLugzeug abbricht.
Im Rahmen von Überschallflügen erreichen Flugzeuge — abhängig von Luftdruck, Fluggeschwindigkeit und umgebender Luftdichte — eine Geschwindigkeit von mehr als 330 Metern pro Sekunde. Das entspricht rund 1188 Kilometern in der Stunde. Eine Begleiterscheinung solcher Flüge, der sogenannte Überschallknall, ist physikalisch bedingt und werde durch die aerodynamische Form des Flugzeuges, dessen Geschwindigkeit und Flughöhe sowie die meteorologischen Bedingungen bestimmt.

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