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Interview mit Jens-​Peter Schuller

Foto: Schuller

An diesem Freitag, 19 Uhr, wird der Bezirkstag des Fußballbezirks Ostwürttemberg aufgrund der Corona-​Pandemie erstmals digital stattfinden. Der Vorsitzende des Bezirks, Jens-​Peter Schuller, stellt sich zur Wiederwahl für eine mögliche sechste Amtszeit.

Montag, 03. Mai 2021
Alex Vogt
1 Minute 25 Sekunden Lesedauer

Der Amateurfußball ist vom Coronavirus erneut unsanft ausgebremst worden. Einem Abbruch der Saison 2019/​20 mit einer Quotientenregelung folgte eine komplette Annullierung der Spielzeit 2020/​21 ohne Auf– und Absteiger. Jens-​Peter Schuller hat sich für ein Interview vor dem Bezirkstag den Fragen von Benjamin Post (Aalener Nachrichten) und Alexander Vogt (Rems-​Zeitung) gestellt.

Wie bewerten Sie die aktuelle Diskussion um DFB-​Präsident Fritz Keller wegen seines Vergleichs des DFB-​Vizepräsidenten Rainer Koch mit dem Nazi-​Richter Roland Freisler. Muss Keller Ihrer Meinung nach zurücktreten?
Fritz Keller muss sofort zurücktreten, um weiteren Schaden vom DFB abzuwenden. Es ist hochnotpeinlich, was beim Deutschen Fußball-​Bund passiert. Das ist so schlimm für den regionalen und lokalen Fußball. Ich würde mir endlich wünschen, dass es dort nicht nur ums Geld und um Ehrverletzungen geht, sondern um die Sache. Um die schönste Nebensache der Welt. Um den Fußball. Ob da der eine oder der andere zurücktreten muss, kann ich von außen nicht beurteilen. Wenn man aber auf die jüngere Historie blickt, dass einige der vergangenen Präsidenten unehrenhaft gegangen sind, dann stimmt dort etwas nicht.

Die Saison 2020/​21 im Amateurfußball musste bekanntlich annulliert werden. Verbandsliga-​Tabellenführer TSV Essingen und Bezirksliga-​Spitzenreiter FV Unterkochen, um nur zwei Vereine zu nennen, trifft die Annullierung besonders. Wie sehen Sie das?
Natürlich trifft es die Tabellenführer besonders. So wie es im Vorjahr besonders die getroffen hatte, die nicht in die Relegation durften, wie beispielsweise den damaligen Bezirksliga-​Zweiten SG Bettringen. Das tut mir wahnsinnig leid um diese Vereine. Aber Anfang Mai hat sich nun Richtung einer Öffnung für den Trainings– und Spielbetrieb immer noch nichts getan außer bei den Unter-​13-​Jährigen. Daher halte ich es nach wie vor für völlig unrealistisch, irgendwann demnächst wieder einsteigen zu können.

Welche Lehren man aus diesen beiden Corona-​Spielzeiten laut Jens-​Peter Schuller ziehen kann und worin er derzeit das größte Problem im Amateurfußball sieht, lesen Sie in der Rems-​Zeitung vom 3. Mai.

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