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TSV Essingen: Molinari folgt Zorniger nach Zypern

Foto: Zimmermann

Es dürfte der Paukenschlag in dieser Transferphase im Amateurfußball der Ostalb sein: TSV Essingens Trainer Beniamino Molinari hat um Auflösung seines Vertrags beim Fußball-​Verbandsligisten gebeten, um in den Profibereich wechseln zu können. Sein ehemaliger Trainer Alexander Zorniger hatte erst kürzlich einen Vertrag beim zyprischen Profiklub Apollon Limassol unterschrieben und seinen ehemaligen Stürmer gefragt, ob er ihn nicht als Co-​Trainer unterstützen wolle.

Mittwoch, 02. Juni 2021
Alex Vogt
1 Minute 33 Sekunden Lesedauer

Nach kurzer Bedenkzeit hat Molinari, der diese Gedanken offen im Verein kommunizierte, dem Bitten nachgegeben. „Es ist natürlich ein schwerer Schlag für uns, weil Beni und sein Trainerteam in den vergangenen Jahren unglaublich gute Arbeit geleistet haben. Wir wollten ihm aber auch gerade deswegen diese vielleicht einmalige Chance, in den Profibereich einzusteigen, nicht verbauen“, sagt Patrick Schiehlen, Sportdirektor des TSV. Erst zu Beginn des Jahres hatten Molinari und seine Co-​Trainer Simon Köpf und Thomas Traub bis 2023 verlängert.
Der Zeitpunkt ist für den TSV natürlich denkbar ungünstig, in rund zwei Wochen war der Vorbereitungsstart vorgesehen – doch nun fehlt erst einmal der Trainer. Schiehlen wird hier gemeinsam mit Lars Eisenmann und Frank Sigle aus der Sportlichen Leitung Gespräche mit potenziellen Kandidaten aufnehmen.
Anders sieht das beim zyprischen Vizemeister aus, der sich als Zweiter für die kommende Conference League qualifiziert hatte. Molinaris neuer Klub musste sich nur Omonia Nikosia in der Meisterschaft geschlagen geben. Der Gmünder Zorniger war zuletzt zweieinhalb Jahre vereinslos, trainierte davor Bröndby IF, mit dem er dänischer Pokalsieger wurde. In Dänemark lebte Zorniger zuletzt – nun also geht es nach Zypern. Mit Molinari, seinem ehemaligen Schützling bei Normannia Gmünd. „Wir werden jetzt nicht panisch, wir werden nicht in Hektik verfallen. Letztlich können wir ja auch stolz sein, dass unser Trainer von einem Profiklub abgeworben wird. Dennoch müssen wir nun natürlich überlegen, wie und mit wem wir in die neue Saison gehen. Wir haben aber durchaus einige Möglichkeiten“, sagt Schiehlen.
An diesem Dienstagabend ist die Entscheidung bei Molinari pro Limassol gefallen, einen Tag später dann hat Molinari diese der gesamten Mannschaft mitgeteilt. „Wir wünschen Beni bei seinem nächsten Schritt nur das Beste und danken ihm für die vergangenen zweieinhalb Jahre“, so Schiehlen abschließend. Der Vorsitzende des TSV, Helmut Präger, hat den Wechsel Molinaris augenzwinkernd kommentiert: „So ist der TSV in diesem Fall ein Sprungbrett in den Profifußball gewesen.“

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