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Nach der Flutkatastrophe: Hochwasserschutz im Remstal rückt wieder verstärkt in den Fokus

Foto: hs

Die verheerende Flutkatastrophe in Westdeutschland hat viel Betroffenheit und Nachdenklichkeit ausgelöst. Oft wird nun die Frage gestellt: Kann so etwas auch im Remstal passieren?

Donnerstag, 22. Juli 2021
Heino Schütte
1 Minute 2 Sekunden Lesedauer

Die Rems-​Zeitung ist dieser Frage nachgegangen und hat beim Hochwasserschutz-​Verband Rems Überraschendes erfahren: 30 Kilometer am Oberlauf der Rems sind noch ohne Hochwasserrückhalte-​Einrichtungen. Zu Beginn der Maßnahmen vor rund 25 Jahren gab es noch Pläne für Sperrwerke und programmierte Überflutungsflächen bei Hussenhofen und Mögglingen. Die könnten nun wieder aus der Schublade geholt werden. Ausführliches zum Thema am Freitag in der Rems-​Zeitung und hier vorab ein Kommentar von RZ-​Redakteur Heino Schütte:

Schutzlos am Oberlauf

Die schockierenden Bilder aus den Katastrophengebieten Westdeutschlands lassen niemanden kalt. Und alle stellen sich unwillkürlich die Frage, wie man sich gegen solche Ereignisse besser wappnen kann. Mehr denn je sind dazu Fragen zum Klimaschutz und Flächenversiegelung in den Blickpunkt gerückt, denn die Natur scheint sich immer stärker für menschengemachte Sünden rächen zu wollen. Zukünftig, so sind sich zwischenzeitlich alle namhaften Meteorologen einig, muss mit Zunahme von extremen Wetterereignissen gerechnet werden. Die besagten Sünden kann der Mensch wohl nicht mehr rückgängig machen, sondern allenfalls nur noch eingrenzen. Der Hochwasserschutz-​Verband Rems macht darauf aufmerksam, dass das obere Remstal immer noch völlig schutzlos solchen Flutwellen wie beispielsweise im Ahrtal ausgesetzt wäre. Da muss nun dringend nachgebessert werden. Nach einer Nachrüstung rufen auch Alarmierungssysteme. Bemerkenswert, wie immer mehr Bürgermeister der bewährten Sirene auf dem Rathausdach nachtrauern. Diese Heuler hatten einen schlechten Ruf, weil sie an Kriegszeiten erinnerten. Nun gibt es aber andere, neue Bedrohungen

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