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Nachrichten Ruppertshofen

Großbrand in Steinenbach: Rund 100 Feuerwehrleute im Einsatz

Fotos: hs

Ein Großbrand im kleinen Ort Steinenbach, der zur Gemeinde Ruppertshofen gehört, wird derzeit von zahlreichen Feuerwehrleuten bekämpft. Das große Problem: Durch Funkenflug sind schon Folgebrände entstanden; und es besteht die Gefahr, dass die Flammen auf Nachbargebäude übergreifen.

Mittwoch, 22. September 2021
Gerold Bauer
1 Minute 34 Sekunden Lesedauer

Steinenbach besteht vor allem aus mehreren landwirtschaftlichen Hofstellen. Der Brand brach ziemlich genau in der Mitte der kleinen Ortschaft in einem alten Bauernhof mit angebauter Scheune aus. Durch Funkenflug gerieten in der Folge ein großes und ein kleineres Heulager in der Nachbarschaft in Brand.
Die rund 100 Feuerwehrleute, die aus dem Gebiet der Verwaltungsgemeinschaft Schwäbischer Wald sowie aus Gschwend nach Steinenbach geeilt sind, kämpfen mit Hilfe von massiven Riegelstellungen, sprich mit „Wasserwänden“, gegen eine Ausbreitung des Brandes, der gegen 13 Uhr gemeldet wurde. Anfangs wurde das Löschwasser knapp, so dass eine mehr als zwei Kilometer lange Schlauchleitung bis zum Wasserturm bei Ruppertshofen verlegt werden musste.

Aktualisierung 15.10 Uhr: Bei zwei Hausbewohnern bestand der Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung. Sie kamen deshalb vorsorglich ins Krankenhaus. Der Großbrand ist mittlerweile unter Kontrolle, doch werden die abschließenden Löscharbeiten gewiss noch bis in die Nacht andauern.

Aktualisierung um 16.28 Uhr: Aus dem Pressebericht des Polizeipräsidiums Aalen:

Am Mittwoch um kurz vor 13 Uhr wurde dem Polizeipräsidium Aalen der Brand eines Wohnhauses in Steinenbach gemeldet. Bereits wenige Minuten später griff das Feuer auf eine danebenstehende Scheune über. Durch die Feuerwehren aus Ruppertshofen, Spraitbach, Gschwend, Durlangen, Mutlangen, Eschach und Täferrot, die mit insgesamt 120 Einsatzkräften und 23 Fahrzeugen vor Ort kamen, konnte verhindert werden, dass das Feuer auf weitere Gebäude übergriff, nachdem bereits durch Funkenflug zwei Heulager in etwa 80 Meter Entfernung entzündet wurden. Zwei Personen mussten aufgrund einer Rauchgasintoxikation in ein nahe gelegenes Krankenhaus verbracht werden.

Nach ersten Erkenntnissen kann ein technischer Defekt an einer auf dem Scheunendach installierten Photovoltaikanlage bzw. den dazugehörigen Wechselrichtern, welche sich im Wohnhaus befanden, als Brandursache nicht ausgeschlossen werden.

Zum aktuellen Zeitpunkt (16 Uhr) konnte der Brand, nach einem anfänglichen Wasserproblem, welches mit Hilfe der umliegenden Landwirte vorübergehend überbrückt werden konnte, unter Kontrolle gebracht werden. Zum jetzigen Zeitpunkt dauern die Löscharbeiten allerding noch an.

Nach einer anfänglichen, vorsichtigen Schätzung muss von einem Schaden in Höhe von mindestens 500.000 Euro ausgegangen werden.


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