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Nachrichten Schwäbisch Gmünd

Arbeitslosigkeit sinkt im September

Foto: Rainer Sturm /​pix​e​lio​.de

Im Agenturbezirk Aalen ist im September die Zahl der Arbeitslosen um 474 Personen auf 8913 Personen gesunken. Dadurch ging die Arbeitslosenquote um 0,2 Prozentpunkte auf 3,5 Prozent zurück.

Donnerstag, 30. September 2021
Thorsten Vaas
1 Minute 45 Sekunden Lesedauer

„Wie erwartet, konnten vor allem jüngere Leute ihre Arbeitslosigkeit nach den Sommerferien beenden und eine Beschäftigung aufnehmen oder eine Ausbildung beginnen“, erläutert Claudia Prusik, Vorsitzende der Geschäftsführung.
Vergleiche man die 8913 Arbeitslosen mit dem Vorjahr, dann könne man sogar einen Rückgang von 21,2 Prozent verzeichnen. Insgesamt sei die Region also auf einem guten Weg sich von der Pandemie zu erholen.
4176 Personen werden derzeit vom Jobcenter Heidenheim und dem Jobcenter im Ostalbkreis betreut, was einen Anteil von 46,9 Prozent von allen Arbeitslosen ausmacht. 4737 Personen werden von der Arbeitsagentur Aalen, mit den Geschäftsstellen Bopfingen, Ellwangen, Schwäbisch Gmünd und Heidenheim betreut.
Positiv verlaufe auch die Entwicklung der Langzeitarbeitslosen. Bereits im dritten Monat in Folge könne man bei dieser Gruppe leichte Rückgänge vermelden (-29 Personen). Trotzdem sei dies die Personengruppe, die sich auf einen längeren Zeitraum betrachtet sozusagen am langsamsten von den „Corona-​Auswirkungen“ erholt. Besonders deutlich werde dies im Jahresvergleich zum September 2020 – also mitten in der Hochphase der Pandemie. Hier hatte man in der Region noch 330 Langzeitarbeitslose weniger gemeldet. Zudem gebe es 4633 Arbeitslose, die über keine abgeschlossene Berufsausbildung verfügen.
Die Nachfrage nach qualifizierten Arbeitskräften entwickele sich in Ostwürttemberg weiterhin positiv und sei ein Indikator für die gute Stimmung auf dem Arbeitsmarkt. Im September erteilten die heimischen Betriebe dem Arbeitgeber-​Service der Agentur für Arbeit Aalen 872 neue Vermittlungsaufträge. Die meisten im Berichtsmonat gemeldeten Stellen kamen aus dem Fertigungsbereich. Die Zahl der seit Jahresbeginn gemeldeten Stellen liegt bei 7114 und damit um 25,5 Prozent höher als im Vorjahr. Betrachtet man das Verhältnis zwischen gemeldeten Stellen (3337) und Arbeitslosen in Ost-​württemberg, so kommen insgesamt auf jede offene Stelle rein rechnerisch 2,7 Arbeitslose.
Auch im September ist die Zahl neuer Anzeigen zur Kurzarbeit weiter rückläufig. Insgesamt zeigten in Ostwürttemberg 14 Betriebe für 227 Beschäftigte Kurzarbeit an. Für März 2021 liegen endgültige Zahlen vor, da alle Melde– und Abrechnungsfristen inzwischen abgelaufen sind. Demnach haben im März 1663 Betriebe Kurzarbeit umgesetzt und mit der Agentur für Arbeit abgerechnet. Es befanden sich 11 646 Personen in Kurzarbeit. Nach wie vor sind das verarbeitende Gewerbe, vor allem der Metall– und Elektroindustrie, der Einzelhandel und das Gastgewerbe am stärksten betroffenen Bereiche.

Arbeitslosigkeit in den Landkreisen
Heidenheim:

3079 Arbeitslose (1432 Frauen, 1647 Männer), –149 Personen weniger zum Vormonat, Arbeitslosenquote im September: 4,1 Prozent

Ostalbkreis:
5834 Arbeitslose (2653 Frauen, 3181 Männer), –325 Personen weniger zum Vormonat, Arbeitslosenquote im September: 3,3 Prozent

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