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Nachrichten Schwäbisch Gmünd

Schwäbisch Gmünd: Die Bilanz der Silvesternacht

Foto: Claudia Haas

Es war eine ruhige Silvesternacht im Gmünder Raum. Zu diesem Schluss kommt man bei den Blaulichtorganisationen vor Ort. Einsätze gab es trotzdem. Und etwas mehr Feuerwerk als im vergangenen Jahr.

Samstag, 01. Januar 2022
Thorsten Vaas
1 Minute 23 Sekunden Lesedauer

Die Polizei meldet für den Gmünder Raum in der Silvesternacht keinen Vorfall. Auch auf den Rettungswachen des Deutschen Roten Kreuzes habe es keine besonderes Vorfälle gegeben, berichtet DRK-​Kreisgeschäftsführer Steffen Alt. Trotzdem habe es teilweise auch schwere Einsätze gegeben, „die aber allesamt nicht auf Alkohol, große Feiern oder Raserei direkt zurückzuführen sind“.
Ebenso ruhig war es bei der Feuerwehr. „Bis 1 Uhr habe ich den Funk abgehört“, erzählt Feuerwehrkommandant Uwe Schubert, und auch später gab’s für die Schwäbisch Gmünder Feuerwehr in der Silvesternacht nichts zu tun. Das Böllerverbot mache sich deutlich bemerkbar, auch wenn es gefühlt mehr Feuerwerk gegeben habe als zum Jahreswechsel 2020/​2021. „Für die Hilfskräfte ist das Böllerverbot positiv“, sagt Schubert.
Und auch bei den Feinstaubwerten macht sich das Verbot bemerkbar. Feinstaub sind besonders kleine Teilchen des in der Luft befindlichen Schwebstaubs. Man bezeichnet diese auch als „Particulate Matter“ (kurz PM) und unterscheidet anhand der Durchmesser der Staubteilchen zwischen PM10 (kleiner als 10 Mikrometer), oder beispielsweise PM2.5 (kleiner als 2,5 Mikrometer). Ein Mikrometer ist ein Tausendstel Millimeter. Feinstaub kann aus natürlichen Quellen (etwa Sahara-​Staub, Pilzsporen, Pollen) stammen oder menschlichen Ursprungs sein. Durch das Abbrennen von Feuerwerk werden große Mengen Feinstaub freigesetzt. „Der erste Januar ist der Tag mit der höchsten Feinstaubbelastung im gesamten Jahr“, wird Ute Dauert vom Umweltbundesamt bei quarks​.de zitiert.

So gab es zum Jahreswechsel 2019/​2020 in Schwäbisch Gmünd folgende Werte:
PM2,5: über 340 Mikrometer je Kubikmeter,
PM10: über 470 Mikrometer je Kubikmeter.
Eine deutliche Veränderung zeigt sich in den zwei folgenden Silvesternächten. Von 2020 auf 2021:
PM2,5: etwa 30 Mikrometer je Kubikmeter,
PM10: über 65 Mikrometer je Kubikmeter.
In der jüngsten Silvesternacht stiegen die Werte leicht an:
PM2,5: etwa 65 Mikrometer je Kubikmeter,
PM10: knapp 100 Mikrometer je Kubikmeter.

Alle Messwerte finden Sie auf dieser interaktiven Karte.

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