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Nachrichten Schwäbisch Gmünd

„So ebbes“: Kenjas „Seepferdle“

Foto: Wikimedia

Es war ein hart erkämpftes „Seepferdle“, das meine siebenjährige Tochter Kenja im Dezember errungen hat. Mit den ersten Schwimmstunden hatte sie begonnen, als sie noch fünf war. Dann kamen ein Umzug über 2000 Kilometer und gefühlt unzählige Corona-​Wellen mit den entsprechenden Lockdowns dazwischen.

Samstag, 01. Januar 2022
Michael Maier
51 Sekunden Lesedauer

Später war das Göppinger Hallenbad von Erwachsenen okkupiert, weswegen es trotz Warteliste keine Kapazitäten für das Kinderschwimmen gab. Aus der Patsche halfen uns nur die engagierten Trainerinnen der TSG Eislingen, bei denen wir schon im August ein paar Wochen gastieren durften. Sie organisierten im laufenden Kurs noch einen Platz und zogen im Dezember dann wegen erneuter Lockdown-​Gefahr die Prüfung vor: Ein Sprung vom Beckenrand, 25 Meter Schwimmen und einen Ring aus dem schultertiefen Wasser holen.
Nicht alle schafften das auf Anhieb, aber Kenja schon. Waren die zwei Jahre mit Auf und Ab und all den Unterbrechungen also doch für etwas gut. Übrigens musste man sich durch die Hintertür ins Hallenbad schleichen, weil es für die Öffentlichkeit schon wieder geschlossen war.
Nun wünscht man sich für 2022 nicht mehr viel. Nur gesund bleiben, nicht ertrinken und nicht eingesperrt werden. Nicht dass wieder jemand die Schulen schließt, während anderswo in Europa lückenlos unterrichtet wird, ohne dabei mit der Wimper zu zucken.

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