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Nachrichten Heubach

Rotbuchen müssen gefällt werden — Wanderwege beim Rosenstein werden temporär gesperrt

Foto: Ruth Rudolph, pixelio

Die Nachwirkungen der trockenen heißen Sommer 2018 bis 2020 sind in den Wäldern am Rosenstein immer noch zu spüren. Absterbende Rotbuchen am Wanderparkplatz Rosenstein müssen gefällt werden.

Freitag, 14. Januar 2022
Nicole Beuther
1 Minute 9 Sekunden Lesedauer

Bereits Ende 2020 mussten im Naturschutzgebiet entlang des Panoramaweges viele durch Trockenstress geschädigte Buchen mit einer Spezialmaschine bearbeitet werden, damit keine Kronenteile oder gar ganze Bäume auf den Wanderweg fielen.

Nun sind die klimabedingten Kronen– und Stammschäden auch in den Waldbeständen rund um den Wanderparkplatz am Rosenstein erkennbar. „Viele Bäume weisen hier bereits abgestorbene Kronenteile auf. Manche Stämme sind auch schon komplett abgestorben“, weiß der zuständige Förster Henning Fath zu berichten. Deshalb werden seine Forstwirte in den nächsten Tagen mit der Fällung der kritischen Bäume beginnen. Damit die Erholungssuchenden den Wald um den Rosensteinparkplatz auch während der Baumfällaktion möglichst ungestört besuchen können, wird auf eine dauerhafte und weitläufige Sperrung der Wege verzichtet. Die Maßnahme soll spätestens in zwei Wochen beendet sein. „Dadurch, dass wir die Wege nur temporär und bedarfsorientiert sperren, brauchen wir natürlich länger als bei einer normalen Holzernte. Dafür stehen den Waldbesuchenden deutlich mehr Wege für die Erholung zur Verfügung als bei einer kompletten Sperrung“, hofft der Waldexperte auf das Verständnis bei den Waldbesuchenden für die Maßnahme.

„Neben der Verkehrssicherheit entlang der Wege liegt ein wesentlicher Fokus auf der zielgerichteten Entwicklung eines klimastabilen Mischwaldes“, erklärt der Förster sein Vorgehen. Neben der dominierenden Buche werden künftig andere Baumarten wie Linde, Ahorn oder sogar Eiche verstärkt das Waldbild prägen. Damit dies gelingt, werden die vitalsten und stabilsten Bäume, die sogenannten Zukunfts-​Bäume, durch die Entnahme konkurrierender Nebenbäume gezielt gefördert. So stehen ihnen mehr Wasser, Nährstoffe und Sonnenlicht zur Verfügung. Gut genährt und stabil verwurzelt können sie künftigen Klimaextremen besser widerstehen.

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