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Nachrichten Schwäbisch Gmünd

Solar im Ostalbkreis: Wie viel Strom kommt vom Hausdach?

Foto: picture alliance /​SVEN SIMON | Frank Hoermann /​SVEN SIMON

Wie hoch ist das Solarpotenzial auf dem eigenen Hausdach? Das lässt sich mit einem neuen Wirtschaftlichkeitsrechner herausfinden. Nun ist er online.

Sonntag, 09. Januar 2022
Thorsten Vaas
1 Minute 16 Sekunden Lesedauer

Rund 35 Prozent des erzeugten Stroms in Baden-​Württemberg kommen aus Wind-​, Wasserkraft, Bio– und Sonnenenergie, berichtet die Plattform Erneuerbare Energien. Damit Baden-​Württemberg bis 2040 klimaneutral wird, wie es der Landtag beschlossen hat, muss noch einiges passieren. Voraussetzung sei ein starker Ausbau erneuerbarer Energien im Land, wie Joachim Nitsch, ehemals Wissenschaftler am Deutschen Luft– und Raumfahrtzentrum und Experte für Szenarioanalysen, in einer Untersuchung zeigt. Im Stromsektor verfünffache sich die installierte Leistung erneuerbarer Energieanlagen auf 52,5 Gigawatt im Jahr 2040. Die größten Beiträge lieferten dafür die Windenergie und die Photovoltaik, sie decken etwa 70 Prozent des Stromverbrauchs.
In Deutschland könne man durchschnittlich mit 1600 Sonnenstunden pro Jahr rechnen, heißt es beim Umweltministerium. In Baden-​Württemberg falle die Einstrahlung überdurchschnittlich hoch aus, sodass im Jahr 2020 allein Photovoltaikanlagen 6,3 Terrawattstunden Energie bereitgestellt und damit 10,8 Prozent der Bruttostromerzeugung in Baden-​Württemberg haben. Um dem Ausbau von Dachflächen-​Photovoltaik weiter voranzutreiben, müssen in Baden-​Württemberg ab 1. Mai alle Häuslebauer Photovoltaikanlagen installieren. Von 1. Januar 2023 gilt das auch bei Dachsanierungen – dann müssen solche Anlagen nachgerüstet werden.
Grund genug, sich mit Sonnenenergie zu beschäftigen. Nur: Wie hoch ist die Energieausbeute auf dem eigenen Dach? Das lässt sich mit dem neuen Solardachkataster samt Wirtschaftlichkeitsrechner herausfinden, der sich auf energieat​las​-bw​.de findet. Durch die Eingabe einer Adresse im Suchfeld auf der angezeigten Karte wird das entsprechende Solarpotential des betreffenden Gebäudes angezeigt. Wählt man mit der Maus eine Dachfläche aus, lässt sich die Wirtschaftlichkeit individuell berechnen – inklusive verschiedener Faktoren wie Wärmepumpe, E-​Bike, oder E-​Auto.

Hier geht es zur Solarkarte. Weitere Informationen zum Einsatz von Photovoltaik auf Bestandsgebäuden erhalten Sie der EnergiekompetenzOstalb, der Energie– und Klimaschutzberatung des Ostalbkreises, unter 07173 /​185516 oder auf der Homepage.

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