Direkt zum Inhalt springen

Nachrichten Schwäbisch Gmünd

30 Jahre „Galgen“ in Gmünd : Wie eine riesige Skulptur am Münster die Gemüter erhitzte

Foto: hs

Ist das jetzt wirklich Kunst im Sinne einer „Platzverführung“ oder nur ein Galgen mit einem Sack? Vor 30 Jahren standen in Gmünd die Zeichen auf Sturm, als der Künstler Jannis Kounellis seine monumentale Skulptur neben das Heilig-​Kreuz-​Münster stellte. Der Gmünder Holzbildhauer Jörg Schulze konterte mit seinem „Galgenglotzer“ — und in der gesamten Bevölkerung wurde so ausführlich wie nie zuvor in Schwäbisch Gmünd über Kunst diskutiert.

Dienstag, 25. Oktober 2022
Gerold Bauer
52 Sekunden Lesedauer

Zwei Ereignisse gibt es in der Gmünder Nachkriegsgeschichte, die in der Kulturstadt und in deren Wahrnehmung von Kunst im öffentlichen Raum regelrechte Erdbeben auslösten. Da waren zunächst in den 60er-​Jahren die frech-​frivolen Kunstmärkte vor der Johanniskirche und – von noch schlimmeren Erregungen begleitet – im Oktober 1992 das Aufstellen einer umstrittenen Großskulptur vor dem Heilig-​Kreuz-​Münster. In beiden Fällen fühlten sich die eigentlichen sehr kunstsinnigen Gmünder tief in ihrer Seele getroffen. An der Aktion „Platzverführung“, die den großen Rahmen vorgab, beteiligten sich vor 30 Jahren 18 Städte in der damals frisch aus der Taufe gehobenen Kulturregion Stuttgart. Doch der Gmünder „Galgen“ stellte im Bürger– und Medienecho alles in den Schatten.

Tauchen Sie am 25. Oktober mit der Rems-​Zeitung ein in jene Zeit, als die Gmünder Diskussion darüber, was denn nun Kunst ist und was nicht, bundesweit und sogar international in den Schlagzeilen war!

Interesse an der kompletten Digitalausgabe?
Die Rems-Zeitung gibt es auch online im Direktkauf bei iKiosk

14 Tage kostenlos und unverbindlich testen?
Das RZ-Probeabo - digital oder klassisch mit Trägerzustellung

2493 Aufrufe
211 Wörter
45 Tage 16 Stunden Online

Beitrag teilen


QR-Code
remszeitung.de/2022/10/25/30-jahre-galgen-in-gmuend--wie-eine-riesige-skulptur-am-muenster-die-gemueter-erhitzte/