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Nachrichten Schwäbisch Gmünd

Der Ostalbkreis bekommt eine Ehrenamtskarte

Foto: tv

Baden-​Württemberg erprobt ab Frühling 2023 eine Ehrenamtskarte. Sie soll ein Zeichen der Anerkennung für außergewöhnlich umfangreiches bürgerschaftliches Engagement sein. Auch der Ostalbkreis ist dabei.

Mittwoch, 16. November 2022
Thorsten Vaas
1 Minute 37 Sekunden Lesedauer

Die Ehrenamtskarte soll Bürgerinnen und Bürgern als Geste der Wertschätzung schöne Stunden in der Freizeit ermöglichen – etwa durch reduzierten Eintritt insbesondere in kulturellen Einrichtungen. Neben dem Ostalbkreis erproben die Städte Freiburg und Ulm sowie der Landkreis Calw die Karte. Vorangegangen sei ein Verfahren zur Interessensbekundung unter allen Landkreisen und kreisfreien Städten.
Landrat Dr. Joachim Bläse freut sich über den Zuschlag: „Dies zeigt uns, dass das Land die starken ehrenamtlichen Strukturen im Ostalbkreis erkannt hat, und wir werten dies als Anerkennung dessen, was von unseren Bürgerinnen und Bürgern geleistet wird. Damit können wir passend zu unserem Jubiläumsjahr 2023, in dem wir das 50-​jährige Bestehen des Kreises feiern, das überdurchschnittliche Engagement im Ehrenamt entsprechend würdigen.“ Im nächsten Schritt wird sich die Landkreisverwaltung nun mit den Kommunen, dem Kreisjugendring und weiteren Akteuren abstimmen, um die Einführung der Ehrenamtskarte vorzubereiten.
Die vier Städte und Kreise sind bereits in einer Arbeitsgruppe von Land und Kommunen aktiv, die seit Beginn dieses Jahres über konkrete Kriterien und das Verfahren berät. Die Zusammenarbeit solle in Kooperationsvereinbarungen münden, die im März kommenden Jahres unterschrieben werden sollen, erklärte Gesundheitsminister Manne Lucha. Auf Basis dieser Vereinbarungen könnten die Modellregionen dann für ein Jahr vom Land finanzierte Personalstellen besetzen, um die Ehrenamtskarte vor Ort zu testen. „Wir wollen herausfinden, wie die Ehrenamtskarte möglichst sinnvoll und pragmatisch verwaltet und vergeben werden kann. Wir möchten also Erfahrungen sammeln, die für eine Einführung nützlich sein können“, so der Minister. „Sobald die Stellen besetzt sind, kann vor Ort die Arbeit aufgenommen werden. Dazu zählt es unter anderem, Einrichtungen zu gewinnen, die bei Vorlage der Ehrenamtskarte ermäßigten Eintritten gewähren.“
Die kommunalen Landesverbände unterstützen die Ehrenamtskarte. Der Präsident des Landkreistags Baden-​Württemberg, Landrat Joachim Walter (Tübingen), sagte: „Dass Baden-​Württemberg das Land des Ehrenamts und des zivilgesellschaftlichen Engagements schlechthin ist, wurde nicht zuletzt in den Krisen der jüngsten Zeit einmal mehr unter Beweis gestellt, etwa bei der Aufnahme der Ukraine-​Geflüchteten.“ Die Idee einer Ehrenamtskarte als ein sichtbares Zeichen der Anerkennung, das man nicht kaufen kann, unterstütze man deshalb ausdrücklich. Dr. Peter Kurz, Präsident des Städtetags Baden-​Württemberg, betonte: „Ehrenamtliches Engagement von Menschen für andere ist sehr wichtig. Es hilft dem Einzelnen und fördert den Zusammenhalt in der Gesellschaft.“ Die Würdigung dieses Engagements sei eine gute Idee.“

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