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Nachrichten Schwäbisch Gmünd

Klinik-​Struktur: Gmünder Brandbrief an Landrat

Foto: Archiv

OB Richard Arnold und die Mutlanger Bürgermeisterin Stephanie Eßwein äußern sich besorgt über die Zukunft des Stauferklinikums. Und sie fragen sich: Wie teurer würde wohl ein neues Zentralklinikum bei Aalen werden?

Dienstag, 22. November 2022
Alexander Gässler
1 Minute 12 Sekunden Lesedauer

Der Gmünder und der Mutlanger Gemeinderat haben sich in der Vergangenheit gemeinsam für eine starke Stauferklinik ausgesprochen. Doch der Landrat hat sie nicht erhört. Stattdessen hat Joachim Bläse bei der Einbringung des Kreishaushalts ein Zentralklinikum im Raum Aalen vorgeschlagen. Das Stauferklinikum soll Gesundheitscampus werden, mit Geburtsklinik und ambulanten Operationen.

„Besorgt und überrascht über die Detailtiefe der Pläne und Vorgaben“ sind OB Richard Arnold und Bürgermeisterin Stephanie Eßwein. Bevor der Vorschlag des Landrats in den Haushaltsreden der Fraktionen am 29. November und bei einer Klausurtagung des Kreistags im Dezember bewertet wird, gehen sie davon aus, dass er „vor jeglicher Beschlussfassung in öffentlichen Foren den Bürgerinnen und Bürgern präsentiert und zur Diskussion gestellt wird“. Sprich: Bevor die Politik Nägel mit Köpfen macht, sollen erst die Menschen gehört werden.

Arnold hat die „Fragen zur Weiterentwicklung der Klinikstrukturen aus hiesiger Sicht“ kurzfristig auf die Tagesordnung des Gmünder Gemeinderats gesetzt. Der wird sich an diesem Mittwoch mit dem dreiseitigen Brief an Bläse beschäftigen. Darin heißt es, in der westlichen Raumschaft des Ostalbkreises sei das Stauferklinikum mit 1400 Mitarbeitenden ein wirtschaftlich sehr wichtiges Unternehmen und mit jährlich 20 000 stationär und 50 000 ambulant versorgten Patientinnen und Patienten ein bedeutender Gesundheitsdienstleister.

OB Arnold und Stephanie Eßwein erläutern ihre Positionen anhand von vier Fragen — nämlich zur Sicherstellung der medizinischen Versorgung im Westen, zur Personalsituation an den Kliniken, zur Belastung der Kreisfinanzen und ganz grundsätzlich zur Nachhaltigkeit des vorgestellten Konzeptes.

Welche finanziellen Auswirkungen hätte ein Zentralklinikum für die Ostalb? Schon jetzt ist klar: Es wird ein Milliardenprojekt. Mehr dazu am Mittwoch in der Rems-​Zeitung.

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