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Nachrichten Schwäbisch Gmünd

Eberhard Duppel geht in den Ruhestand

Nach 32 Jahren wurde am Freitag der langjährige Betriebsratsvorsitzende Eberhard Duppel in den Ruhestand verabschiedet. Das Foto zeigt von links: Karl-​Heinz Beerhalter aus der Abteilung Technik, die neue Betriebsratsvorsitzende Samantha Senninger, Eberhard Duppel, Verlegerin Kerstin Sigg und Saskia Junker aus dem Betriebsrat. Foto: tv

Wahrscheinlich gibt es das kein zweites Mal: 28 Jahre lang war Eberhard Duppel im Betriebsrat der Rems-​Zeitung, 22 Jahre davon als Vorsitzender. Nun ging der Abteilungsleiter in den Ruhestand.

Freitag, 25. November 2022
Thorsten Vaas
1 Minute 39 Sekunden Lesedauer

Seit 32 Jahren arbeitete Eberhard Duppel für die Rems-​Zeitung, war als Leiter der Abteilung Technik und vor allem als Betriebsratsvorsitzender Ansprechpartner für die Kolleginnen und Kollegen des Verlags. „Es war meine Berufung“, sagte der 65-​Jährige bei seiner Verabschiedung am Freitag. Fast die ganze Zeit über engagierte er sich im Betriebsrat, war 22 Jahre lang Vorsitzender des Gremiums. „Der Spagat von Kollegen zu Geschäftsführung ist Ihnen sehr gut gelungen. Sie waren immer loyal“, würdigte ihn Verlegerin Kerstin Sigg. Vermutlich wurde Duppel das Betriebsrats-​Gen bereits in die Wiege gelegt.
Als ältestes von sieben Kindern „habe ich schon zu Hause immer die Interessen vertreten“, erzählt er und erinnert sich an den Wandel der Zeitungsproduktion, den er über die Jahre erlebt hat. Als Duppel bei der Rems-​Zeitung zu arbeiten begann, wurde gerade die rechnergestützte Texterfassung eingeführt, überall lag noch das Blei, aus dem einst Buchstaben gegossen wurden. Heute sind diese Bleistücke Raritäten, die manche seiner Kolleginnen und Kollegen noch heute auf dem Schreibtisch liegen haben. Es sind Erinnerungen an die Transformation zur digitalen Zeitungsproduktion, die die Rems-​Zeitung in Europa als Pionierin geprägt hat. Wie sehr sich alles verändert hat — früher gab’s Filmbelichter. Wer damit hantierte, „musste mannshohe Gummischürzen tragen, dass man keine Flüssigkeit auf die Kleider bekam“. Und heute? Wird mit einem Knopfdruck eine Druckplatte erstellt. Diese Stücke Zeit– und Zeitungsgeschichte hat Duppel selbst erlebt, begleitet und gestaltet.
Für die Geschichte aus längst vergangener Zeit interessiert er sich selbstverständlich auch. Kelten, Römer, Staufer haben es ihm angetan, jetzt kann er sich im Ruhestand den Geschichten von damals widmen. Und seinen weiteren Hobbys: Billard und Boule. „Wir bedanken uns bei Ihnen für die angenehme Zusammenarbeit“, verabschiedete Verlegerin Kerstin Sigg den Betriebsratschef mit einem Korb voller Leckereien. „Es ist aller Ehren wert, wie das Unternehmen geführt wurde. Ich bin stolz darauf, dass sich die Rems-​Zeitung ihre Unabhängigkeit bewahrt hat“, sagte Duppel und gab seinen Kolleginnen und Kollegen ein chinesisches Sprichwort mit auf den Weg: „Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern, die andere Windmühlen! Ich wünsche der Rems-​Zeitung viele Windmühlenbauer.“ Auch von den Kolleginnen und Kollegen gab’s ein Geschenk zum Abschied, das Duppels Betriebsratskolleginnen Saskia Junker und Samantha Senninger überreichten. Senninger tritt nun Duppels Nachfolge als Betriebsratsvorsitzende an.

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