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Nachrichten Schwäbisch Gmünd

Ist Kyoto gescheitert?

Foto: tv

Am 11. Dezember 1997 wurde in Kyoto das erste globale Klimaschutzabkommen verabschiedet. Der Jurist Hermann Ott erklärt, warum die Emissionen trotzdem weiter gestiegen sind – und die Klimakonferenz in Scharm el-​Scheich mehr gebracht hat, als gedacht.

Samstag, 10. Dezember 2022
Thorsten Vaas
44 Sekunden Lesedauer

Hermann Ott leitet die deutsche Niederlassung der Umweltrechtsorganisation Client Earth. Im Interview plädiert er dafür, dass ambitionierte Staaten in Kampf gegen den Klimawandel voranschreiten.

Herr Ott, vor 25 Jahren wurde das Kyoto-​Protokoll beschlossen. Trotzdem sind die Treibhausgasemissionen weiter gestiegen. Ist Kyoto gescheitert?
Das Abkommen hat immerhin dazu geführt, dass die Industriestaaten ihre Emissionen gesenkt haben – sogar stärker als vereinbart. Es wurden aber keine Minderungsziele für Entwicklungs– und Schwellenländer festgelegt. Deren Emissionen sind massiv gestiegen, sodass sich der weltweite Ausstoß seit 1990 um mehr als 60 Prozent erhöht hat. In der Gesamtbilanz war Kyoto deshalb kein Erfolg. Auch 2009 in Kopenhagen ist es nicht gelungen, die Pflichten zur Emissionsminderung auf weitere Staaten auszuweiten.

Liegt der Anstieg in Schwellenländern nicht auch daran, dass CO2-​intensive Produktionen dorthin verlagert wurden? Das lesen Sie in der Rems-​Zeitung — und hier im iKiosk.

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