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Nachrichten Schwäbisch Gmünd

Huberta von Fritsch: In der Welt unterwegs, in Gmünd zu Hause

Foto: tv

Sie heiratet einen Passfälscher und reist mit ihm um die Welt. Ihre Heimat aber ist Schwäbisch Gmünd. Der Nepperberg. Huberta von Fritsch – ein Porträt.

Samstag, 24. Dezember 2022
Thorsten Vaas
57 Sekunden Lesedauer

Er ist ein bisschen verrückt. Vielleicht bringt ihn das ins Gefängnis, wer weiß. Tagelang bangt Huberta um den Mann, in den sie sich gerade verliebt hat, der ihr nun beichtet, dass er Pässe fälscht, um seinen Vetter aus der DDR in die Bundesrepublik zu schleusen. Einmal ist er schon gescheitert. Und jetzt? Will er es wieder versuchen. Mit neuen Pässen. „Als er mir das erzählt, habe ich schon nach Luft geschnappt.“ Sie ahnt kaum, wie gefährlich der Fluchtplan ihres Freundes ist. Aus der DDR über Bulgarien nach Deutschland, vorbei an Grenzern, die hoffentlich nicht allzu sehr kontrollieren. Mag sein, dass sie es auch einfach verdrängen will, was dieser Mann im Juli 1974 anstellt. Wann er heimkommt nach Schwäbisch Gmünd, wann sie sich wiedersehen? Schwer vorherzusehen. Was aus dem Passfälscher Rüdiger von Fritsch später werden sollte, wenn der Plan gelingt? Schwer vorstellbar. Wer hätte geahnt, dass er Vizepräsident des Auslandsgeheimdienstes BND wird? Und dann Botschafter in Warschau und später in Moskau? Jetzt ist er im Ruhestand. Nach vielen Jahren auf Achse sind sie wieder in der Heimat, auf dem Nepperberg. Doch seine Frau Huberta von Fritsch sieht ihren Mann heute weniger denn je.

Mehr über Huberta von Fritsch lesen Sie in der Weihnachtsbeilage der Rems-​Zeitung.

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